Rapperswil-Jona

Pfahlbaudörfchen am Ende des Holzstegs

Die Geschichte der Pfahlbauer soll am Obersee zum Leben erweckt werden. Herzstück des Projekts ist ein kleines rekonstruiertes Pfahlbaudorf. Dieses soll am Ende des Holzstegs in Hurden zu stehen kommen.

Am Obersee soll ein Pfahlbauerdorf entstehen und jedes Jahr, wie hier im deutschen Unteruhldingen am Bodensee, Besucher anziehen.

Am Obersee soll ein Pfahlbauerdorf entstehen und jedes Jahr, wie hier im deutschen Unteruhldingen am Bodensee, Besucher anziehen. Bild: Keystone

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Das Projekt «Erlebnis Pfahlbauten» wird nun langsam doch konkreter. Bereits seit einiger Zeit wird das Wie und Wo diskutiert. Wie Erich Zoller, Stadtpräsident von Rapperswil-Jona, auf Anfrage sagt, liegt inzwischen die Vorstudie zur Machbarkeit vor. Der Stadtrat habe diese Vorstudie zur Kenntnis genommen und entschieden, das Projekt weiter zu bearbeiten.Als Standort für den Schwerpunkt des kleinen archäologischen Freilichtparks wurde die Gemeinde Freienbach ausgewählt: Das nachgebaute Pfahlbaudorf soll in Hurden, am Ende des Holzstegs, angesiedelt werden. Über einen Steg werden die drei, vier Häuser für Besucher zugänglich sein.

Mit einem «Pfahlbau-Zoo»

Zweiter Teil des Projekts: eine Anlage mit Tieren, die zu Pfahlbauzeiten als Haustiere gehalten wurden, zum Beispiel damaligen Geissen-, Rinder- oder Schaf­rassen. Dieser Teil des Erlebnisparks soll auf St. Galler Seite, zwischen Hochschule und Lido, zu stehen kommen. Näheres zu diesem «Pfahlbau-Zoo» ist noch nicht bekannt. Dritter Teil ist schliesslich ein Raum vor allem auch für Schulklassen, wo gearbeitet und Vorträge gehört oder Filme gezeigt werden können. Und viertens ist ein Informationszentrum geplant; der Standort dafür ist derzeit noch offen.

Zoller will nun als Nächstes persönlich mit den Körperschaften im Projektgebiet Verbindung aufnehmen, um sie mit ins Boot zu holen. Einen Zeithorizont für die Realisierung will er noch nicht nennen, ebenso wenig einen Kostenrahmen. Dafür sei es noch zu früh. Für die Beiträge an die Machbarkeitsstudien budgetierte die Stadt in den vergangenen zwei Jahren 40 000 Franken.

Eine aufwendige Sache

Dass sich die Umsetzung in die Länge zieht, erklärt Zoller damit, dass sich einerseits sehr viele baurechtliche und umweltrechtliche Fragen stellen. Anderseits sei der Kreis der Beteiligten schon jetzt recht hoch, was die Koordination zusätzlich erschwere.

Seit 2011 zählen die Pfahlbauten im Alpenraum zum Unesco-Weltkulturerbe. Einige der 56 schweizerischen Fundstellen befinden sich rund um den Seedamm zwischen Zürich- und Obersee. Mit dem Projekt «Erlebnis Pfahlbauten» soll die Pfahlbauzeit den Besuchern am Seedamm veranschaulicht werden, «ohne viel Action», wie der Stadtpräsident sagt. Ganz im Sinne der Welterbetage, die vom 11. bis12. Juni stattfinden und die Welterbestätten erlebbar machen wollen. In ein paar Jahren können diese Tage dann vielleicht auch im Raum Obersee gefeiert werden. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 02.06.2016, 14:30 Uhr

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