Rapperswil-Jona

Pfähle müssen ersetzt werden

Mehr als ein Dutzend Stützpfähle auf dem Holzsteg nach Hurden werden in den kommenden Monaten ausgewechselt. Sie sind von einem Pilz befallen.

Ein Pilz macht den Eichenholzbrettern und -pfählen des Holzsteges zwischen Rapperswil und Hurden zu schaffen.

Ein Pilz macht den Eichenholzbrettern und -pfählen des Holzsteges zwischen Rapperswil und Hurden zu schaffen. Bild: Archiv ZSZ

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An schönen Tagen stauen sich nicht nur die Autos auf dem Seedamm, sondern auch die Fussgänger auf der nebenan verlaufenden Holzbrücke. Der Holzsteg zwischen Rapperswil und dem Freienbacher Ortsteil Hurden hat sich in den 17 Jahren seines Bestehens zu einem der beliebtesten Spazierwege der Region entwickelt.

Doch nicht die Scharen von Spaziergängern sind der Grund dafür, dass am Holzsteg seit einiger Zeit ständig geflickt werden muss. Der Feind der Eichenholzbretter und -pfähle ist ein Pilz. Der sogenannte Eichenwirrling macht das Holz schwammig und frisst Löcher hinein. An den Lamellen auf dem Steg sind die Schäden gut zu sehen; sie werden inzwischen einmal jährlich, im Herbst, ausgebessert.

«Impfen» und ersetzen

Doch der Pilz verursacht auch weniger harmlose Schäden, indem er die Stützpfähle befällt. In den letzten Monaten hat das Ingenieurbüro Walter Bieler, das den Steg seinerzeit projektiert und gebaut hat, die rund 250 Pfähle untersucht. Rund 15 sind vom Pilz so stark befallen, dass sie ausgewechselt werden müssen, wie Josef Lacher, Leiter Tiefbau bei der Stadt Rapperswil-Jona, auf Anfrage sagt. Die anderen Pfähle werden vorsorglich einmal jährlich mit einem Schimmelpilz «geimpft», der den Schädling bekämpft.

Mit diesem Ergebnis habe man aufgrund der Voruntersuchungen gerechnet, sagt Lacher. Er sei froh, dass weitergehende negative Überraschungen ausgeblieben seien. Die meisten schadhaften Pfähle sind unter der Aussichtskanzel, dem sogenannten Göttersitz, zu finden. Die Sicherheit für die Spaziergänger ist laut Lacher nach wie vor gewährleistet.

Der Ersatz der Pfähle wird voraussichtlich erst im nächsten Jahr angepackt. Dabei werden die befallenen Eichenpfeiler nahe dem Seegrund abgesägt und die neuen mit Hilfe einer Stahlkonstruktion festgeschraubt. Die aufwendige Aktion wird einiges kosten: Von den 350 000 Franken, welche die Bürgerversammlung Rapperswil-Jona im vergangenen Dezember bewilligt hat, trägt der Verein Holzsteg 80'000 Franken. Gut 50'000 Franken steuert die Gemeinde Freienbach bei. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 23.07.2018, 16:53 Uhr

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