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Ortsgemeinde stimmt dem Deal am Meienberg zu

Der Stadtrat sagte zur Umzonung am Meienberg «Ja, aber». Die Ortsgemeinde akzeptiert nun die Auflagen der Stadt. Auch, weil im schlimmsten Fall das Areal im Dornacher gar nie überbaut werden können.

Dieses Grundstück am Meienberg will die Ortsgemeinde in den nächsten Jahren überbauen.
Dieses Grundstück am Meienberg will die Ortsgemeinde in den nächsten Jahren überbauen.
Sabine Rock

Die Ortsgemeinde Rapperswil-Jona hat entschieden: Am Meienberg soll gebaut werden. Der Ortsverwaltungsrat hat an einer Sitzung den Bedingungen der Stadt zur Umzonung des Dornacher-Areals zugestimmt. Das heisst: Die Zone wird zweigeschossig (W2c), statt wie von den Ortsbürgern gewünscht dreigeschossig (W3). Dies entspricht dem Gutachten der Eidgenössischen Natur- und Heimatschutzkommission (ENHK).

Zudem muss die Ortsgemeinde einen Sondernutzungsplan mit Architekturwettbewerb auflegen – und das spätestens nach acht Jahren. So will es die Stadt, um nach der Umzonung im Eilzugstempo der Baulandhortung einen Riegel zu schieben. Komplett zufrieden scheint der Ortsverwaltungsrat aber nicht mit den Auflagen zu sein. In einer Medienmitteilung heisst es, man sei «allerdings der Auffassung, dass mittels eines qualitätssicherenden Verfahrens auch in der Wohnzone W3 eine hochwertige Lösung hätte gefunden werden können».

Der Präsident der Ortsgemeinde, Matthias Mächler, betont: «Wichtig ist für uns die positive Nachricht, dass eine Überbauung möglich ist.» Damit spricht Mächler darauf an, dass die Teilzonenplanänderung vor der Gesamtrevision der Ortsplanung realisiert werden kann. Was auf dem Land entsteht und ob die Ortsgemeinde selbt oder ein Investor baut, ist derzeit noch offen. Mächler verspricht aber: «Den speziellen Voraussetzungen am Meienberg müssen und wollen wir Rechnung tragen.» Aufgrund der Vorgeschichte müsse man davon ausgehen, dass es Widerstand gebe. «Bei uns stehen, etwa mit dem Schloss, grosse Investitionen an. Deshalb ist klar, dass wir das Gebiet nützen wollen.»

Grosse Investitionen

Bauchef Thomas Furrer (parteilos) zeigt sich zufrieden mit dem Entscheid. Es sei wohl der einzig richtige Weg, wenn man an dieser Lage bauen wolle – denn im Rahmen der Ortsplanungsgesamtrevision wäre theoretisch auch eine Auszonung möglich gewesen. Wie Mächler geht auch Furrer davon aus, dass die Umzonung noch zu Diskussionen Anlass geben wird. Ein Referendum hält der Bauchef für wahrscheinlich. Man werde der Ortsgemeinde im Rahmen des Sondernutzungsplans Auflagen machen, die dem ENHK-Gutachten entsprächen. Dazu gehören qualitative Kriterien wie die abgestufte Höhe oder die Ost-West Durchsicht am Hang. Ob die Stadt, wie bei Sondernutzungsplänen üblich, auch den Bau eines zusätzlichen Geschosses erlaubt, ist momentan offen.

Die öffentliche Auflage des Teilzonenplans Dornacher ist vom 28. August bis 26. September vorgesehen. Während der Auflagefrist sind Einsprachen möglich. Später untersteht der Zonenplan dem fakultativen Referendum. Die IG Freiraum Meienberg wollte zum Entscheid des Ortsverwaltungsrates keine Stellung nehmen.

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