Weesen

Ortsbürger geben grünes Licht für Fussballplatz

Die Ortsgemeinde hat entschieden: Sie gibt dem Fussballklub Land für den Bau eines dritten Spielfeldes ab. 2019 soll ein Projekt vor die Bürgerversammlung kommen.

Der FC Weesen will auf dem Land der Ortsgemeinde einen weiteren Fussballplatz bauen. Notwendig ist ein ausreichender Gewässerabstand zum Bach Maag. Zudem muss noch das Dominikanerinnenkloster Maria Zuflucht, das auf dem Gelände eine Gärtnerei betreibt, Ja sagen zur Landabgabe.

Der FC Weesen will auf dem Land der Ortsgemeinde einen weiteren Fussballplatz bauen. Notwendig ist ein ausreichender Gewässerabstand zum Bach Maag. Zudem muss noch das Dominikanerinnenkloster Maria Zuflucht, das auf dem Gelände eine Gärtnerei betreibt, Ja sagen zur Landabgabe. Bild: Manuela Matt

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Am Donnerstagabend ging in Weesen eine rege besuchte Ortsbürgerversammlung über die Bühne. 77 von 283 Ortsbürgern nahmen an der über dreistündigen Veranstaltung teil. Grund für die grosse Beteiligung an der Versammlung war nicht zuletzt eine Vorlage, die bereits im Vorfeld die Wogen hoch gehen liess: Der Fussballklub in Weesen platzt aus allen Nähten und braucht dringend ein drittes Spielfeld.

Für dieses Vorhaben ist der Verein darauf angewiesen, dass ihm die Ortsgemeinde Land im Baurecht abgibt. Bis anhin hat westlich der bestehenden Fussballplätze ein Bauer Land gepachtet, um dort Schafe zu weiden. Aufgrund einer Kündigung des Pachtvertrags auf Ende 2017 ist nun die Landabgabe möglich geworden.

Wildtiere versus Fussballplatz

In einem Stimmenverhältnis von zwei zu eins sagten die Ortsbürger nun am Donnerstag Ja zur Landabgabe – nach einer angeregten Diskussion, wie Philippe Jolly, Präsident der Ortsgemeinde Weesen, berichtet: Es habe opponierende Voten gegeben, die etwa den bedrohten Wildwechsel ins Feld führten: In der Nähe des Fussballplatzes befindet sich ein nationaler Wildtierkorridor, auf den sich der Bau eines weiteren Spielfeldes störend auswirken könnte.

«Zudem haben sich Votanten kritisch zur Parkplatzfrage geäussert», sagte Jolly: So sei die Frage nach dem Ort und nach der Anzahl der Parkplätze aufgeworfen worden. Im Baurechtsvertrag ist von einer Zinssumme von 15 Franken pro Quadratmeter die Rede. Damit müsste der FC Weesen der Ortsgemeinde pro Jahr 12 000 Franken Mietzins für alle drei Plätze zusammen bezahlen.

Nun ist noch die Zusage der Dominikanerinnen zur Landabgabe notwendig. Denn ein Viertel des Geländes, auf dem der neue Platz gebaut werden soll, ist im Besitz des Klosters Maria Zuflucht, das dort eine Gärtnerei betreibt. Nach Auskunft von Philippe Jolly ist die Zustimmung der Schwestern «reine Formsache», um Gottes Gnade walten zu lassen: Die Ordensschwestern hätten angekündigt, dass sie sich einem Ja der Ortsbürger anstandslos anschliessen würden.

Weesen zahlt 200 000 Franken

Nun ist der FC Weesen am Ball: Der Verein muss ein konkretes Projekt ausarbeiten. Im nächsten Jahr kommt dann die politische Gemeinde ins Spiel: Das Projekt soll im Rahmen des Budgets vor die Bürgerversammlung kommen. Gerechnet wird mit Kosten von rund einer Million Franken, falls auch eine Tartanbahn rund um den Platz gebaut würde. Davon würde Weesen einen Fünftel übernehmen. Hinzu kommen Beiträge der Gemeinden Glarus Nord, Schänis und Amden.

In Sachen Naturschutz müssen derweil Auflagen erfüllt werden: Für die vorgesehenen Parkplätze südlich des Platzes braucht es einen ausreichenden Gewässerabstand zur Weeser Linth, zum Bach Maag. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 06.04.2018, 17:06 Uhr

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