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«Objektiv kann ich keine Variante favorisieren»

Stadtpräsident Martin Stöckling (FDP) im Gespräch über die Machbarkeitsanalyse des Kantons, die Vor-und Nachteile der einzelnen Varianten und die Frage, ob er die Eröffnung des Tunnels überhaupt noch erleben wird.

«Ich bin genug Demokrat um zu wissen, dass es für ein „Ja“ zum Tunnel Überzeugungsarbeit braucht», sagt Martin Stöckling (FDP), Stadtpräsident Rapperswil-Jona.
«Ich bin genug Demokrat um zu wissen, dass es für ein „Ja“ zum Tunnel Überzeugungsarbeit braucht», sagt Martin Stöckling (FDP), Stadtpräsident Rapperswil-Jona.
Archiv Sabine Rock

Wie realistisch ist derzeit der Tunnel durch Rapperswil-Jona?

Martin Stöckling: Wir glauben daran. Es ist unsere Aufgabe, an die Zukunft der Stadt zu denken. Ich bin der festen Überzeugung, dass der Tunnel langfristig die einzige Variante ist, um die Stadt vom Verkehr zu entlasten. Ein Tunnel ist machbar, das wissen wir nun. Am Schluss wird aber die Kantonsbevölkerung über das Projekt entscheiden.

Sie wollten aus drei Varianten eine machen – jetzt sind es zwei. Wie zufrieden sind sie damit?

Ich wäre nicht unglücklich gewesen, wenn wir konkreter wüssten, was machbar ist und was nicht. Mit dem heutigen Wissenstand erachten wir eine Variante, Tunnel Ost, aus städtebaulicher Sicht als nicht machbar. Wenn wir in einem Jahr die beste Variante auf dem Tisch haben, bin ich zufrieden. Objektiv können wir heute keine Variante favorisieren.

Bleibt ihr Favorit der Tunnel Mitte?

Für mich hat der Tunnel-Mitte mehrere Punkte, die ich als bedenkenswert erachte. Es gibt zwei innerstädtische Anschlüsse, die Entlastungswirkung ist damit am grössten. Die Variante hat deshalb einen gewissen Charme. Baulogistisch ist das Projekt ebenfalls machbar und es ist kein reiner Transittunnel. Kommt dazu: Jede Tunnelvariante entlastet auch das Zentrum Jona.

Sie haben die Kostenschätzungen gesehen – wer soll das teure Paket bezahlen?

Finanziell ist das Projekt für den Kanton machbar, aber ob der Wille dafür da ist, wird sich weisen. Ich bin genug Demokrat um zu wissen, dass es für ein „Ja“ Überzeugungsarbeit braucht. Die Politik muss die nötigen Mehrheiten schaffen.

Wo sehen Sie persönlich die Unterschiede zur Abstimmung 2011?

Der grosse Vorteil ist die wegfallende Etappierung. Die Bevölkerung hat die Sicherheit, dass nicht nur ein Teilprojekt realisiert wird.

Sie sind 42 – erleben Sie die Eröffnung des Tunnels noch?

Ja. Mein Ziel ist es, dass ich die Eröffnung noch als Berufstätiger erlebe.

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