Regionalplanung

Obersee-Region hofft auf Millionen vom Bund

Der Verein Agglo Obersee überreicht dem Bund demnächst sein drittes Agglomerationsprogramm. Wie viel der Bund daran zahlt, dürfte sich 2018 entscheiden.

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Per Velokurier erhielten die Gemeindepräsidenten der 13 Agglo-Obersee-Gemeinden am Donnerstag das neue Agglomerationsprogramm geliefert. Das gewählte Transportmittel stand sinnbildlich für eines der Hauptanliegen im neuen Massnahmenkatalog: die Verlagerung des Autoverkehrs auf ÖV und Veloverkehr.

Das frisch von der St. Galler Regie­rung genehmigte Agglo­merationsprogramm der dritten Etappe präsentierten Vorstandsmitglieder der Agglo Obersee an einer Pressekonferenz. Als Erfolgsgeschichte bezeich­nete ­Peter ­Göldi, seit Juni neuer Geschäftsführer des Vereins, die zwei bisherigen Agglomerationsprogramme. Verschiedene Massnahmen aus den beiden Programmen von 2007 und 2011 konn­ten bereits umgesetzt werden. Dazu gehören etwa der Bahn­hof Jona, der Bushof Richterswil oder die Realisierung von Velowegen in Dürnten. 10,9 Millionen Franken flossen aus der Bundeskasse an die Massnahmen der ersten Generation; über 29 Millionen erhielt das zweite Programm zugesprochen. Damit übernahm der Bund einen Anteil von 40 Prozent an den Gesamtkosten dieser Projekte.

Verschiedene Schwerpunkte

Mit seinem dritten Programm will der Verein auf den bishe­rigen Massnahmen aufbauen. Als Vision dient das Bild der Regionalstadt Obersee, das im Rahmen des zweiten Programms ­entwickelt wurde. Ihr Zentrum besteht aus den zwei Gemeinden Rap­pers­wil-Jona und Freienbach, die über den Seedamm mitein­ander verbunden sind. Weitere soge­nannte Regionalzentren bilden Uznach, Rüti, ­Lachen und Richterswil. Innerhalb dieser Regionalstadt wollen die Gemeinden die überregio­nale Entwicklung vorantreiben und die Siedlungs- und Verkehrsentwicklung abstimmen.

Im Rahmen des dritten Programms hat die Agglo Obersee als Trägerschaftsverein nun wie­der­um ein Bündel an Massnahmen erarbeitet. Diese betreffen die Bereiche Siedlungs­ent­wicklung, Verkehr und Landschaft. Das Gesamtvolumen aller ins Programm aufgenommenen Massnahmen beläuft sich auf 320 Millionen Franken.

Auf Ende Jahr wird das Agglomerationsprogramm beim Bund eingereicht – ebenfalls per Velokurier. Damit will sich die Region erneut Bundesbeiträge für die Umsetzung der Projekte sichern. Bis klar ist, wie viel Geld fliesst, kann es allerdings dauern. Laut Ueli Strauss, Leiter des St. Galler Amtes für Raumentwicklung und Geoinformation, braucht der Bund rund zwei Jahre zur Prüfung der eingereichten Massnahmen. Bis erste Projekte aus dem dritten Programm konkret umgesetzt werden können, müssen diese zudem die politischen Prozesse auf kantonaler und kommunaler Ebene durchlaufen.

Erstellt: 16.12.2016, 08:59 Uhr

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