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Naturschutzgebiet in Ermenswil durch Gülle verschmutzt

Zwischen Samstagabend und Sonntagnachmittag ist in Ermenswil eine unbekannte Menge Gülle ins Naturschutzgebiet und in den Lattenbach gelangt. Die Gülle stammt, nach ersten Erkenntnissen der Polizei, aus dem Güllekasten eines Landwirts.

Im Kampf gegen Sticktoff und Phosphat: Die Feuerwehr Rapperswil-Jona staute die Gülle im Naturschutzgebiet und pumpte sie anschliessend ab.
Im Kampf gegen Sticktoff und Phosphat: Die Feuerwehr Rapperswil-Jona staute die Gülle im Naturschutzgebiet und pumpte sie anschliessend ab.
zvg/ Kapo SG

Am Sonntagnachmittag ging bei der Kantonspolizei St. Gallen eine Meldung ein, wonach der Lattenbach in Ermenswil mit Gülle verschmutzt sei. Wie die Kantonspolizei nun mitteilt, ergaben Abklärungen, dass ein 78-jähriger Landwirt beabsichtige, einen Teil eines vollen Güllekastens in eine Wiese im Naturschutzgebiet abzuleiten. Die Gülle versickerte jedoch ins Erdreich und gelangte ins nahegelegene Naturschutzgebiet. Von dort floss die Gülle in den Lattenbach.

Wie viel Gülle effektiv in das Ökosystem gelangte, sei derzeit noch nicht bekannt, wie Rezzoli Gian Andrea, Mediensprecher der Kantonspolizei St. Gallen, auf Anfrage mitteilt. Auch die Beweggründe des Landwirts, der die Gülle im Naturschutzgebiet in die Wiese abgeleitet hat, seien noch Gegenstand der Untersuchungen.

Die ausgelaufene Gülle hat das Potential das Ökosystem des Gewässers und die Fauna des Naturschutzgebietes stark in Mitleidenschaft zu ziehen. Bild: zvg/Kapo SG.
Die ausgelaufene Gülle hat das Potential das Ökosystem des Gewässers und die Fauna des Naturschutzgebietes stark in Mitleidenschaft zu ziehen. Bild: zvg/Kapo SG.

Trinkwasserfassung musste abgeschaltet werden

Um die Schäden zu reduzieren, staute die Feuerwehr Rapperswil-Jona die Gülle im Naturschutzgebiet und pumpte sie anschliessend ab. Der Lattenbach wurde mit sauberem Wasser gespült. Wie aus der Mitteilung der Kantonspolizei hervorgeht, musste eine Trinkwasserfassung durch den Brunnenmeister vorsorglich abgeschaltet werden. Es wurden Proben zur Untersuchung der Wasserqualität genommen. Der mögliche Schaden an der Umwelt wird nun von Vertretern des Umweltschadendienstes des Kantons St.Gallen untersucht.

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