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Motocross-Rennen vor der eigenen Haustüre

Die Faszination der Motocrossrennen zog viele Besucher an. Für die zwei Artho-Brüder war es ein Wettkampf vor der eigenen Haustüre.

Am Samstag fuhren die Klassen SJMCC 50/65/85 und 150 in Wagen.
Am Samstag fuhren die Klassen SJMCC 50/65/85 und 150 in Wagen.
Manuela Matt
Die Rennen zählen nicht zur MXRS Meisterschaft.
Die Rennen zählen nicht zur MXRS Meisterschaft.
Manuela Matt
Für einige Fahrer geht's hoch hinaus.
Für einige Fahrer geht's hoch hinaus.
Manuela Matt
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Mit faszinierenden Sprüngen und spektakulären Fahrmanövern kämpften rund 230 Motocrossfahrer an zwei Tagen um schnelle Zeiten und sorgten für viel Unterhaltung. Die 1,6 Kilometer lange Piste, welche auf der Wiese von Bauer Reto Artho durch die Rennleitung optimal präpariert wurde, verlangte viel ab von den Fahrern. Organisiert wurde dieser Grossanlass bereits zum vierten Mal durch den Hobby-Motocrossclub Wagen in Zusammenarbeit mit der Motocross-Rennserie MXRS. Dank des trockenen Wetters war die Piste gut befahrbar, so dass die Fahrer ohne grosses Risiko über die künstlich angelegten Hügel springen konnten.

Die Jugend im Einsatz

Das Teilnehmerfeld war auch dieses Jahr wieder sehr breit. Am Start waren Männer, Frauen, Jugendliche und Kinder. In total zehn Kategorien standen Profis, Senioren, Quad-Fahrer oder der Nachwuchs im Einsatz. Mit ihren schnellen und gut gefederten Maschinen donnerten sie über die staubige Piste und zeigten immer wieder faszinierende Sprünge.

Motoren und Kollegen

In drei Kategorien standen auch Kinder und Jugendliche mit ihren Töffs im Einsatz. Der Schweizerische Jugend Motocross Club (SJMCC) hatte sich in die Veranstaltung eingemietet, damit auch der Nachwuchs unter professionellen Wettkampfbedingungen seine Leistung zeigen kann. «Für uns ist die Jugend wichtig», erkläre Reto Artho, «bei uns in Wagen darf der Nachwuchs immer seine Rennen austragen.» Rund ein Drittel der Teilnehmer startete in den Jugendkategorien.

Klar ist, dass auch der zwölfjährige Fabio Artho, Sohn von Bauer Reto Artho, gleich vor seiner Haustüre am Start war. Seit fünf Jahren ist der Sechstklässler begeisterter Motocrossfahrer. «Alles mit Motoren fasziniert mich», sagte Fabio während einer Rennpause, «doch auch die vielen Freunde sind mir sehr wichtig.» Sofort nach dem kurzen Gespräch verschwindet der quirlige Fabio wieder und macht sich zusammen mit seinen Kollegen auf den Weg zur Rennstrecke.

Auch wenn der Junior bereits viel von Motoren versteht, ist für den Cross-Töff mit 85 ccm vorderhand noch Papa Reto zuständig. Die Wartung und den Unterhalt erledigt er wenn immer möglich in der eigenen Werkstatt. Dabei legt er grossen Wert auf die Sicherheit. «Das ist ein Sportgerät und kein Spielzeug.»

Eine Motocross-Familie

Eigentlich wollte Fabio Artho im Wettkampf einen Podestplatz erreichen. Im Rennen am Samstag hatte er dieses Ziel nicht ganz erreichen können. Nach einem schlechten Start im ersten Lauf kämpfte sich der Zwölfjährige jedoch durch das ganze Teilnehmerfeld und erreichte den fünften Platz. Schliesslich musste er sich am Samstag in der Gesamtwertung ebenfalls mit dem fünften Platz zufrieden geben.

Mit sechs Jahren am Start

Der jüngere Bruder Jonas startete in der Kategorie 50 ccm. Er wird im Juni erst sechs Jahre alt, ist aber schon ein grosser Motocross-Fan. Mit seiner Cross-Maschine absolvierte auch er die beiden 15-Minütigen Rennläufe und belegte am Samstag den 14. Schlussrang. Auch Papa Reto stieg in der Senioren-Kategorie auf den Cross-Töff, allerdings ohne sportliche Ambitionen. Jedenfalls genoss die Familie Artho die Möglichkeit, auf der eigenen Wiese vor der Haustüre ihr Hobby ausleben zu können.

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