Rapperswil-Jona

Mit der Notfallpraxis geht es aufwärts

Die Notfallpraxis und das Spital Männedorf ziehen eine erste positive Bilanz der Zusammen­arbeit: Das finanzielle­ Defizit schrumpft; die Patientenzahlen steigen. Sogar neue Ärzte werden eingestellt.

Immer mehr Patienten suchen die Permanence Rapperswil-Jona auf.

Immer mehr Patienten suchen die Permanence Rapperswil-Jona auf. Bild: Manuela Matt

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Nach unruhigen Zeiten ist die Permanence Rapperswil-Jona in ruhigeren Gewässern ange­kom­men. Christoph Gsteiger, Ver­wal­tungs­ratspräsident der Ärzteschaft Rapperswil-Jona, zeigt sich auf jeden Fall zufrieden mit dem aktuellen Geschäftsgang. Auch das Spital Männedorf, mit dem die Permanence letzten Herbst eine Kooperation eingegangen ist, zieht eine posi­tive ­Bilanz. «Wir pflegen traditionell eine gute Zusammenarbeit mit der Ärzteschaft in der Region Rapperswil-Jona», erklärt Mediensprecherin Martina Meyer. Das habe sich auch im Rahmen der Partnerschaft mit der Permanence bestätigt.

Die Kooperation mit dem Spital Männedorf war zustande gekommen, nachdem sich die Ärzte der Permanence mit dem Spital Linth überworfen hatten. Das Spital vom Obersee war nicht länger willens, die Notfallpraxis finanziell zu unterstützen, da sie im ersten Jahr ein Defizit von 400 000 Franken akkumuliert hatte.

Doch nun hat sich die finanzielle Situation der Permanence offenbar verbessert. Die Praxis sei zuletzt über Budget gewesen, erklärt Christoph Gsteiger. Das hohe Defizit sei auch das Resultat von einmaligen Investitionskosten gewesen. Die Praxis ist auch jetzt noch nicht selbsttragend, doch das Defizit ist laut Gsteiger kleiner als erwartet. Genaue Zahlen­ will er nicht nennen, da die definitiven Ergebnisse noch nicht vorliegen.

Mehr Patienten

Auch künftig wird die Notfall­praxis in einem «überschaubaren» Rahmen vom Spital Männedorf finanziell unterstützt, bestätigt Martina Meyer. «Das mittelfristige Ziel ist eine wirtschaftlich selbsttragende Notfallpraxis.»

Grund für die Verbesserung der finanziellen Situation ist auch die zunehmende Zahl der Patienten. Wie viele es sind, will Gsteiger nicht sagen, aber ab April­ fanden durchschnittlich 15 Patienten pro Tag den Weg in die Permanence.

Um das wachsende Patientenvolumen zu bewältigen, stellt die Notfallpraxis zwei neue Ärzte ein. Dadurch soll vor allem der heutige Praxisarzt entlastet werden: Im Normallfall soll weiterhin ein Arzt vor Ort sein, bei grossem Andrang stünden dann zwei Mediziner im Einsatz. Bevor die beiden Ärzte starten können, muss allerdings noch der Kanton sein Einverständnis geben.

(Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 11.01.2018, 10:13 Uhr

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