Rapperswil-Jona

Millionenprojekte bringen Rapperswil-Jona in die Bredouille

Mindestens 25 Millionen Franken will der Stadtrat von Rapperswil-Jona in das Lido-Schwimmbad investieren. Aber auch beim Alterszentrum Schachen ist ein Bauprojekt mit Kosten in Millionenhöhe geplant. Der Stadtrat muss entscheiden, wie er mit den Abstimmungsdaten jongliert.

Das Gelände, auf dem das Altersheim Schachen entstehen soll.

Das Gelände, auf dem das Altersheim Schachen entstehen soll. Bild: Moritz Hager

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Ein neues Schwimmbad im Lido, ein neues Alterszentrum im Schachen. Gleich mehrere Millionenprojekte sollen in Rapperswil-Jona in den kommenden Jahren realisiert werden. Doch das stellt die Stadtregierung nun vor Herausforderungen.Sowohl der Baukredit für die grossangelegte Sanierung des Schwimmbades Lido, als auch der Projektierungskredit für das Alterszentrum Schachen müssen an der Urne vom Stimmvolk abgesegnet werden. Die Urnenabstimmung zum Schachen ist nötig, weil das Projekt so umfangreich ist, dass selbst der Projektierungskredit bis zur Baubewilligung über eine Million Franken betragen wird. Vor der Urnenvorlage werden beide Themen an der Bürgerversammlung präsentiert und diskutiert. Zwei so «grosse Kisten» an einem Abend auf dem Programm zu haben, müsse gut überlegt sein, kommt der Stadtrat zum Schluss.

«Aktuell ist geplant, die Lido-Abstimmung an die Bürgerversammlung vom September zu bringen», erklärt Bauchef Thomas Furrer (parteilos). Eine Urnenabstimmung fände dann im November statt. Allerdings steht im September auch der Schachen-Kredit auf der Agenda, dieser könnte dann erst im Dezember an der Bürgerversammlung besprochen werden – allerdings wird dann auch über das Budget diskutiert. «Wir müssen uns überlegen, wie viele Sachvorlagen an einer Budgetversammlung überhaupt sinnvoll möglich sind», sagt Furrer. Der Stadtrat werde in den kommenden Wochen die entsprechenden Entscheide fällen.

Lido-Projekt verzögert sich

Klar ist derweil: Beim Schwimmbad Lido kommt es zu Verzögerungen. Ursprünglich war geplant, über das Sanierungsprojekt im Juni an der Urne zu befinden. Diesen Zeitplan kann man nicht einhalten: «Die Berechnung der zukünftigen Betriebskosten nimmt viel Zeit in Anspruch», sagt Furrer. Man müsse etwa die Erträge des neuen Restaurants und der anderen Mietflächen abschätzen, aber auch entscheiden, wie die Arbeiten an der Bootshalle buchhalterisch verbucht werden. Beim Gesamtprojekt ist man laut Furrer auf Kurs – die Kosten dürften also auch nach den Detailberechnungen den geschätzten rund 25 Millionen Franken entsprechen. Weil sich die Abstimmung nun verzögert, wird das neue Schwimmbad kaum vor 2022 eröffnet werden. Das wäre ein Jahr später als geplant.

Ebenfalls verzögern wird sich die Eis-Strategie des Stadtrates. Der Stadtrat wollte im Frühling darüber informieren, wo man die zusätzliche Eissport-Trainingshalle realisieren könnte. Diese war ursprünglich im Lido über der Bootshalle geplant, die Idee wurde aber aus Kosten- und energietechnischen Gründen wieder fallen gelassen. Alternative Standorte sind nebst der heutigen Ausseneisfläche beim Lido die Allmend und die SportanlageGrünfeld. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 27.04.2018, 17:02 Uhr

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