Rapperswil-Jona

Mehr Stadtbus-Passagiere dank staufreier Route

Zwar sind mehr Fahrgäste mit dem Bus unterwegs, trotzdem bereitet das Liniennetz der Stadt nach wie vor Kopfzerbrechen. Die Stausituation ist unberechenbar.

Diese Buslinie legt stark zu: Die Buslinie 992 verzeichnet deutlich mehr Fahrgäste, seit sie auf einer neuen Route verkehrt.

Diese Buslinie legt stark zu: Die Buslinie 992 verzeichnet deutlich mehr Fahrgäste, seit sie auf einer neuen Route verkehrt. Bild: Archiv Michael Trost

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Der Stadtbus von Rapperswil-Jona wird immer beliebter. Das zeigt die Fahrgaststatistik 2017. 1,7 Millionen Passagiere waren im vergangenen Jahr auf dem Busnetz der Stadt unterwegs. Das entspricht einem Wachstum von rund 4 Prozent.Besonders bemerkenswert ist das Wachstum auf der Linie 992 (Stadtzentrum – Südquartier – Jona Bahnhof). Dort waren 8 Prozent mehr Fahrgäste unterwegs als im Vorjahr.

Die Busse auf dieser Linie waren stets unpünktlich und sind seit Anfang Mai 2017 deshalb auf einer neuen Route unterwegs. Nun verkehren die Busse pünktlich, die Anschlüsse am Bahnhof Jona klappen und die Fahrzeit reduzierte sich um vier bis acht Minuten. Mitunter sei dies auf das Auslassen der stark belasteten Neuen Jonastrasse und des Cityplatzes zurückzuführen, heisst es in einer Mitteilung. Bei den für den Stadtbus zuständigen Verkehrsbetriebe Zürichsee Oberland (VZO) zeigt das Beispiel 992 exemplarisch: Schon nach wenigen Monaten mit pünktlicheren Bussen wird die Buslinie von deutlich mehr Fahrgästen genutzt.

Schwierige Massnahme

VZO-Direktor Werner Trachsel macht aber auch deutlich: Eine so einfache Massnahme zur höheren Pünktlichkeit ist in Rapperswil-Jona praktisch nicht mehr umzusetzen. «Wir sind darauf angewiesen, dass wir gerade in der Innenstadt mit separaten Busspuren die Verbindungen verbessern können.» Der Kanton St. Gallen erarbeitet derzeit eine Schwachstellenanalyse zum Busnetz, um die notwendigen Schritte im Bereich Infrastruktur in die Wege zu leiten. «Wir sind froh, dass die Behörden das Problem erkannt haben», sagt Trachsel.

Pünktlichkeit und Anschlusssicherheit sind denn auch zwei Wünsche, die in der jährlich durchgeführten Kundenbefragung einmal mehr genannt werden. Positive Noten erhält das Personal der VZO, die Fahrzeuge und die Information im Störungsfall.

Tiefer Kostendeckungsgrad

Damit Rapperswil-Jona ein attraktiveres Busnetz erhält, dafür sind auch die Passagiere selbst verantwortlich. Je mehr Einwohner mit dem Bus unterwegs sind, desto besser wird der Kostendeckungsgrad. Dieser liegt derzeit bei knapp 30 Prozent. Steigt der Deckungsgrad an, wären allenfalls Taktverdichtungen oder neue Linienführungen möglich. Bauchef Thomas Furrer (parteilos) sieht in den kommenden Jahren Handlungsbedarf um den Bahnhof Blumenau, beim geplanten Alterszentrum Schachen oder in Kempraten. Dort sind die Busverbindungen ausbaufähig.

Im langjährigen Vergleich nimmt die Beliebtheit des Stadtbusses in Rapperswil-Jona stetig zu, auch wenn das im vergangenen Jahr nicht für alle einzelnen Linien galt: Die Buslinie 991 (Rapperswil Bahnhof – Südquartier – Jona Bahnhof) transportiert ebenfalls rund 8 Prozent mehr Fahrgäste als noch im Vorjahr. Stagniert haben die Zahlen beim Hanfländerbus 993. Weniger Fahrgäste wurden in den Bussen der Linie 995 (Hummelberg) gezählt. Dieser Rückgang ist laut der Mitteilung vermutlich auf eine längerdauernde Baustelle zurückzuführen. Mit 513 000 Fahrgästen die meistgenutzte Verbindung ist die Linie 994 ins Lenggis-Quartier

Erstellt: 24.05.2018, 17:21 Uhr

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