Literatur

«Man wird von Legionen schöner Frauen geliebt»

Am Dienstag stellt der Schweizer Schriftsteller Alex Capus in der Alten Fabrik seinen Roman «Das Leben ist gut» vor.

Schöner Mann, von schönen Frauen geliebt: Der Schriftsteller Alex Capus liest in der Alten Fabrik.

Schöner Mann, von schönen Frauen geliebt: Der Schriftsteller Alex Capus liest in der Alten Fabrik. Bild: zvg/Ayse Yavas

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«Was für ein schöner Mann!» Der Ausruf der Freundin geht weder Richtung Hollywood noch Richtung Fashionweek-Laufsteg. Adressat ist ein Oltner Barbesitzer, der im Nebenberuf Schriftsteller ist. Oder umgekehrt. Der schöne Mann ist Alex Capus, 56, Sohn eines Franzosen und einer Schweizerin, geboren in der Normandie, Wirt in der Musikbar Galicia an der Unterführungsstrasse beim Bahnhof Olten, zusammen mit dem Schriftstellerkollegen Pedro Lenz und dem Journalisten Werner De Schepper einst Retter des legendären Oltner Restaurants Flügelrad.

Capus verzaubert die Herzen mancher Frauen

Dieser vielseitige Mann – er war auch mal Inlandredaktor der Schweizerischen Depeschenagentur – verzaubert die Herzen mancher Frauen nicht nur mit seinem ansprechenden Äusseren, sondern auch mit seinen Geschichten, die natürlich von der Liebe handeln.

2011 erschien der Roman Léon und Luise, eine hinreissende Liebesgeschichte zweier Menschen, die sich während des Ersten Weltkriegs kurz begegnen, dann verlieren, nie mehr ganz zusammenkommen und doch ein wunderbares Liebespaar bleiben.

Capus erzählt die Geschichte von Léon und Luise grandios leuchtend vor dem düsteren Panorama zweier Weltkriege. Der Roman spielt zu Beginn in der Normandie, wo Alex Capus selber 1961 auf die Welt kam, dann in Paris, wo er als Kind eine Zeitlang lebte.

Barkeeper, Schriftsteller, Strohwitwer

Autobiografische Züge trägt auch sein neustes Buch «Das Leben ist gut». Die männliche Hauptfigur, Ich-Erzähler Max, ist ein Barkeeper und Schriftsteller, der von seiner Frau, einer Strafrechtsprofessorin, eben mal für ein Jahr zum Strohwitwer gemacht wird. Gattin Tina zieht es nämlich für eine Gastprofessur nach Paris. Der Erzähler, der zurückbleibt, erzählt Geschichten aus der Bar, aus der Kleinstadt und lässt daneben seine Phantasie grosse Sprünge machen. Dabei kommt er zum Schluss: Das Leben ist gut. An der Lesung und im Gespräch mit dem Autor werde mehr über die Geschichte und ihre Hintergründe, über Fakten und Fiktionen zu erleben sein, versprechen die Veranstalter, die Gebert Stiftung für Kultur und die Stadtbibliothek.

Wie seine Schriftstellerkollegen Peter Bichsel oder Pedro Lenz nimmt auch Alex Capus immer Anteil an seinen Figuren. Seine Beziehung zu ihnen ist geprägt von Menschlichkeit und Zuneigung. Ob das am ruhigen Fliessen der Aare liegt, auf die sich in Olten und Solothurn so schön schauen lässt? Allen dreien gemeinsam ist auch der immer wieder aufblitzende Humor, etwa wenn Alex Capus auf die Frage, warum er Schriftsteller werden wollte, sagt: «Man wird ständig nach New York und Venedig eingeladen und weltweit von Legionen schöner Frauen geliebt, und man verdient höllisch viel Geld. Ich empfehle das jedem.»

Alex Capus: Das Leben ist gut. Lesung in der Alten Fabrik, Rapperswil-Jona, Dienstag, 31. Oktober, 19.30 Uhr. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 26.10.2017, 14:51 Uhr

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