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Linth-Park wartet auf Investoren

Die Karl Vögele AG wagt einen Neuanfang mit dem Linth-Park in Uznach. Dazu will der Schuhhändler das Einkaufszentrum beim Firmenhauptsitz in Uznach einer neuen Trägerschaft zuführen und Investoren suchen — zwecks Beteiligung oder gar Verkauf.

Die Zukunft des Einkaufszentrums Linth-Park in Uznach ist weiterhin offen: Sowohl ein Neubau, als auch eine Modernisierung des bestehendes Gebäudes sind möglich.
Die Zukunft des Einkaufszentrums Linth-Park in Uznach ist weiterhin offen: Sowohl ein Neubau, als auch eine Modernisierung des bestehendes Gebäudes sind möglich.
Patrick Gutenberg

Die neue Strategie von Vögele Shoes ruht auf drei Pfeilern: Mut, Leidenschaft und Geld. Sie sollen helfen, die Konzentration aufs Kerngeschäft und das neue Ladenkonzept mit der verstärkten Digitalisierung zum Erfolg zu führen, wie VR-Präsident Max Manuel Vögele am Dienstagmorgen erklärte. Die Rückbesinnung auf die Kernkompetenzen beim Ostschweizer Schuhhändler ist mit «erheblichen Investitionen» verbunden. Aber für Vögele ist klar: «Wir müssen unseren Job gut machen und unser Produkt in einem sauberen Umfeld mit guten Läden verkaufen».

Surselva-Areal wird verkauft

Diesen Konzentrationsprozess will Vögele Shoes aus eigener Kraft stemmen. Deshalb hat der Verwaltungsrat der Karl Vögele AG entschieden, sich innerhalb des grossen Liegenschaftenportefeuilles der Firma von einigen Objekten in Uznach zu trennen, «die uns nur belasten und nichts bringen». Das betrifft einerseits das Surselva-Areal, ein kleines Haus an der Buchbergstrasse 8/10 sowie eine grosse Wiese, die an den Linthpark angrenzt. Die sich aus dem Verkauf ergebenden Mittel sollen für die Zukunft der Karl Vögele AG eingesetzt werden. Nicht mehr zu dieser Zukunft respektive nur noch beschänkt dazu gehört auch der Linth-Park in Uznach, in dem sich der Hauptsitz der Firma befindet. «Das Führen eines Shopping-Centers gehört nicht zu unseren Kernkompetenzen», betont Max Manuel Vögele.

Aus diesem Grund soll der Betrieb in eine neue Trägerschaft überführt werden. Das gilt auch für den seit Jahren verfolgten Plan eines neuen Einkaufszentrums an gleicher Stelle. Der Planungsstand befindet sich nach Angaben von Vögele aber nicht dort, «wo wir es uns wünschen und von wo aus wir einen Schritt weitergehen wollen ». Die Gründe dafür seien vielfältig. Im einzelnen wollte sie Vögele aber am Dienstag nicht ausbreiten.

Plan liegt bei Gemeinde

Für einen Neubau besteht derzeit (lediglich) ein Überbauungsplan. Dieser liegt bei der Gemeinde Uznach, «mit der wir ein sehr gutes Einvernehmen pflegen». Es laufe eine harte, aber konziliante Diskussion mit der Behörde, «und wir versuchen, deren Ansprüche und Bedenken einzubeziehen», erklärt Vögele. Dazu zählt vor allem die gesamte Verkehrsthematik. In einem nächsten Schritt wird die Gemeinde einen Antrag an den Kanton stellen.

Ein Neubau des Linth-Parks lässt sich nach Angaben von Vögele allerdings alleine nicht stemmen, «dazu braucht es Investoren». Das sei von vornherein klar gewesen. Dazu hat die Karl Vögele AG vor kurzem eine Investorensuche gestartet. Mit der Suche beauftragt wurde das Zürcher Immobilienberatungsbüro Jones Lang LaSalle. Dabei geht es sowohl um einen Verkaufs- als auch einen Beteiligungsprozess: «Wir sind für alles offen», sagt Vögele. Der Zeitraum bis zum Abschluss der Investorensuche umfasst rund ein halbes Jahr.

Kündigungen möglich

Mit den eingeleiteten Massnahmen verfolgt die Karl Vögele AG nach Angaben ihres VR-Präsidenten einerseits das Ziel, sich für die kommenden Herausforderungen des Marktes wieder fit zu machen. Andererseits soll damit auch die Zukunft «des sehr beliebten Linthparks, für den wir immer noch sehr gute Zahlen ausweisen», sichergestellt werden. In jedem Fall bekennt sich die Karl Vögele AG weiterhin zum Standort Uznach.

Falls das neue Center gebaut wird, schliesst das bestehende seine Pforten, wird von der Karl Vögele AG aber weiter zur Eigennutzung und zum Eigenbedarf belegt: «Insofern wird sich nach aussen in der öffentlichen Wahrnehmung nichts ändern». Heute zählt die Belegschaft am Hauptsitz 140 und schweizweit 1500 Mitarbeitende. Vereinzelte Kündigungen sind nach Angaben von Vögele im Laufe der Zeit «je nach Geschäftsgang» möglich, wobei mehrheitlich die Stellenreduktion über die natürliche Fluktuation erfolgt.

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