Rapperswil-Jona

Lido-Projekt droht zu scheitern

Im April noch stand der Stadtrat hinter dem Lido-Projekt. Nun spricht man von einer Kurskorrektur. Der Grund: Der Aufwand würde die vorgesehenen 33 Millionen Franken massiv überschreiten.

Ist der Traum geplatzt? Brechen die Kosten dem Lido-Projekt das Genick? Noch hat der Stadtrat eine entsprechende Meldung der «Obersee Nachrichten» nicht bestätig.

Ist der Traum geplatzt? Brechen die Kosten dem Lido-Projekt das Genick? Noch hat der Stadtrat eine entsprechende Meldung der «Obersee Nachrichten» nicht bestätig. Bild: Visualisierung nightnurse images GmbH

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Eigentlich hätten die Stimmbürger an der Bürgerversammlung im Dezember über den Baukredit für die Lido-Sanierungbefinden sollen. Zur Diskussion stand eine neue Trainingshalle, ein Ausseneisfeld sowie die Sanierung des Schwimmbads. Nun steht das Projekt offenbar kurz vor dem Aus. Definitv ist dies jedoch noch nicht, wie Bauchef Thomas Furrer (parteilos) gegenüber der ZSZ betont. «Der Stadtrat hat im Projekt Lido bis zum heutigen Zeitpunkt keinen Beschluss zum Baukredit oder zum weiteren Vorgehen gefasst.»

Damit dementiert Furrer eine Meldung der «Obersee Nachrichten», wonach das Eisprojekt beerdigt worden sei. Laut ON sollen Schwierigkeiten beim Sockelbau für das Eisfeld über der Bootshalle den Ausschlag gegeben haben. Die Gratiszeitung spricht von 50 Millionen Franken Projektkosten. Eine Information, die Thomas Furrer so nicht bestätigen will. Fakt ist aber: «Das ursprüngliche Konzept lässt sich nicht zu den dafür vorgesehenen 33 Millionen Franken umsetzen», sagt Furrer. Daher brauche es eine Kurskorrektur.

Was genau dies heisst, will der Stadtrat noch nicht weiter ausführen. Zurzeit überarbeite das Ressort Bau und Liegenschaften die ursprüngliche Konzeption und entwickle neue Lösungsansätze, wie der Bauchef in einer Medienmitteilung schreibt. Sobald der Stadtrat einen Beschluss dazu gefasst hat, werde man die Öffentlichkeit informieren, heisst es weiter. Dies dürfte nicht vor Mitte September der Fall sein.

Lakers brauchen die Trainingshalle dringend

Ein wenig lässt sich der Bauchef dann doch noch in die Karten blicken. So sei es etwa denkbar, dass die geplante Eishockeytrainingshalle auf einem anderen Areal realisiert werde. «Praktischerweise müsste diese aber in der Region Grünfeld zu stehen kommen.»

Mit Sorge verfolgen die Verantwortlichen der Rapperswil-Jona Lakers derzeit die Entwicklungen im Lido-Projekt. «Weitere Verzögerung sind nicht förderlich für unsere Nachwuchsstrategie», sagt Verwaltungsratspräsident Konrad Müller. Ursprünglich hätte man die neue Trainingshalle bereits im November diesen Jahres in Betrieb nehmen wollen. Man werde sich demnächst mit dem Stadtrat an einen Tisch setzen und das weitere Vorgehen besprechen. «Für uns ist es wichtig, dass alle Varianten geprüft werden und der Bau einer neuen Trainingshalle schnellstmöglich umgesetzt wird.» Ob diese auf dem Lido-Areal oder an einem anderen Ort zustande kommt, sei für den Verein dabei zweitrannig.

Unklar ist derweil auch noch, ob das temporäre Ausseneisfeld, für das die Bürger im April 2016 2,1 Millionen Franken gesprochen haben, realisiert wird. «Die Finanzierung ist zwar gesichert, der Bauentscheid aber steht noch aus», sagt Furrer. Auch darüber werde der Stadtrat im September informieren. Sicher ist, würde der Entscheid zugunsten des Ausseneisfeldes gefällt, müsste spätestens im Juni 2018 mit den Bauarbeiten begonnen werden, damit das Eisfeld auf die Wintersaison 2018/19 eröffnet werden kann. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 10.08.2017, 17:03 Uhr

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