Rapperswil-Jona

Lido soll zum Bijou am See werden

Mit dem Schwimmbad Lido soll es vorwärts gehen. An der Bürgerversammlung will der Stadtrat die Bevölkerung über die Neuerungen informieren.

Das Schwimmbad Lido soll saniert und erneuert werden. Das detaillierte Bauprojekt wird der Bevölkerung am 6. September im Rahmen der Bürgerversammlung vorgestellt.

Das Schwimmbad Lido soll saniert und erneuert werden. Das detaillierte Bauprojekt wird der Bevölkerung am 6. September im Rahmen der Bürgerversammlung vorgestellt. Bild: Archiv Manuela Matt

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Das rund 60-jährige Schwimmbad im Lido ist in einem desolaten Zustand. Um einen annehmbaren Saisonbetrieb zu gewährleisten, müssen im Frühjahr jeweils grosse Instandstellungs­arbeiten erledigt werden. Für den Stadtrat ein unhaltbarer Zustand. Er will das beliebte Familienbad in Bahnhofnähe darum für 27 Millionen Franken sanieren. Das detaillierte Bauprojekt wird der Bevölkerung am 6. September im Rahmen der Bürgerversammlung vorgestellt.

Rückblende: Ursprünglich wollte die Stadt zwischen Eishockeystadion und See ein Eisfeld in einer Traglufthalle und ein Ausseneisfeld bauen. Im Projektierungskredit war zudem die Sanierung des Schwimmbades Lido enthalten. Es folgte ein über zweijähriges Hin und Her.

In einem ersten Schritt liess der Stadtrat die Idee einer Traglufthalle fallen. Dies, weil der Energieverbrauch des ballonähnlichen Baus schlicht zu hoch geworden wäre und die Akustik sich nicht für den Eishockeybetrieb geeignet hätte. Das Projekt wurde fortan mit der Idee einer fixen Trainingshalle weiterverfolgt. Nicht ohne Folgen: Die ursprünglichen Kosten von rund 33 Millionen Franken stiegen auf gut 45 Millionen an. Im September 2017 kam der Stadtrat schliesslich zum Schluss, dass das Gesamtprojekt aufgrund der gestiegenen Kosten wohl keine politische Mehrheit erlangen würde, und entschied, die Eisprojekte im Lido zurückzustellen und als separates Projekt zu behandeln. Im Rahmen einer Medienkonferenz orientierte der Stadtrat am Dienstag nun erstmals über die Pläne für die Sanierung und Erneuerung des Schwimmbads Lido.

Ein Blitz mit Terrasse

«Das wird ein richtiges Bijou am See», fasste der städtischen Bauchef Thomas Furrer (parteilos) die Pläne fürs Lido zusammen. So soll zwischen Oberseestrasse und See ein blitzförmiger Bau entstehen. Dieser beinhaltet neben Garderoben auch ein ganzjährig geöffnetes Restaurant mit grosszügiger Terrasse sowie einen Kiosk.

Dem Neubau muss das Gebäude an der Oberseestrasse 46 weichen. An seine Stelle tritt ein doppelgeschossiger Kopfbau, in dem auf Mietbasis das Ticketing und die Verwaltung der SC Rapperswil-Jona Lakers vorgesehen ist. Die Badegäste werden neu über einen grosszügigen Vorplatz via Treppe oder behindertengerechte Rampe zum Haupteingang geführt. Vorgesehen sind vier neue Schwimmbecken. Neben einem 50-Meter-Schwimmbecken mit sechs Bahnen sind auch ein Nichtschwimmerbecken und ein separates Sprungbecken angedacht. Hinzu kommt ein Kinderplanschbecken. Die Wasserbecken sind als Chromstahlbecken vorgesehen, da diese sehr dauerhaft und im Unterhalt wenig aufwendig seien, wie der Bauchef erklärt.

An der Bürgerversammlung will der Stadtrat nun einmal den Puls der Bevölkerung fühlen. Ein definitiver Entscheid über das Projekt wird aber an der Urne fallen. Geht es nach dem Stadtrat, soll der Baukredit bereits Ende November der Bevölkerung vorgelegt werden. Der voraussichtliche Baubeginn ist auf das Frühjahr 2020 angesetzt. Im Sommer 2022 könnten die Rapperswil-Joner dann ihr neues Schwimmbad beziehen. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 15.08.2018, 08:45 Uhr

Hafen in neuem Kleid

Neben der Schwimmbadsanierung plant die Stadt im Lido zwei weitere Projekte. So soll etwa der Hafen für rund 4,2 Millionen Franken saniert werden. Angedacht ist neben der Verbreiterung der Mole auch eine bessere Einwasserungsstelle für Bootsbesitzer. Auch die an den Hafen angrenzende Seewiese soll ein neues Erscheinungsbild erhalten. Für rund 1 Million Franken will der Stadtrat ein Flachufer realisieren. Auch eine Verbindung zum Schwimmbad soll geschaffen werden. Über beide Vorhaben will die Stadt in den kommenden Wochen detailliert informieren.

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