Rapperswil-Jona

Letzte Wiese am See soll überbaut werden – sie ist Millionen wert

Mindestens 40 Millionen Franken ist das Grundstück Seegubel an der Zürcherstrasse Richtung Feldbach wert: Jetzt soll es überbaut werden. Dabei taucht auch der Name Roger Federer auf.

Auf der Höhe der Zürcherstrasse 191 liegt der Seegubel: Das 16'000 Quadratmeter grosse Grundstück soll überbaut werden.

Auf der Höhe der Zürcherstrasse 191 liegt der Seegubel: Das 16'000 Quadratmeter grosse Grundstück soll überbaut werden. Bild: Moritz Hager

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Sie ist ein richtiges Schmuckstück mit Seeanstoss: die Wiese mit dem klingenden Namen Seegubel an der Zürcherstrasse in Kempraten. Jetzt soll das Grundstück an der Traumlage überbaut werden, wie Recherchen der ZSZ zeigen. Der See­gubel ist eine der letzten freien Parzellen mit Seeanstoss und Schlossblick zwischen Rapperswil und Feldbach, welche in der Bauzone liegen.

Noch in diesem Jahr wollen die Landbesitzer – eine Erbengemeinschaft – ein Bauprojekt entwickeln. Auf dem 16 000 Quadratmeter grossen Grundstück darf maximal zweigeschossig gebaut werden, dazu kommen einschränkende Regeln für den Bau direkt am Wasser. «Die Eigentümer haben sich entschieden, zunächst ein Bauprojekt nach ihren Vorstellungen bewilligen zu lassen und es dann zum gegebenen Zeitpunkt zu veräussern», sagt der Anwalt der Erbengemeinschaft, Walter Locher, der für die FDP auch im St. Galler Kantonsrat sitzt. Mit diesem Vorgehen könne sichergestellt werden, dass die Vorstellungen der Erbengemeinschaft über eine schonende Nutzung des Grundstückes auch tatsächlich umgesetzt würden, meint Locher.

Sensible Lage besprochen

Ein konkretes Projekt bei der Stadt eingereicht haben die Grundeigentümer noch nicht. Stadtpräsident Martin Stöckling (FDP) bestätigt aber, dass zwischen der Stadt und der Erbengemeinschaft Kontakte stattfanden. Dies, weil es sich bei der Wiese um eine «sensible Lage» handelt.

Das Interesse an der Parzelle Seegubel, in direkter Nachbarschaft zum Migros-Seminarzentrum Gubel, ist gross – in der Rapperswiler Immobilienbranche hätte so manch ein Makler das Grundstück gerne in seinem Portfolio gehabt. Denn es ist mehr als exklusiv: Ein Immobilieninsider schätzt den Wert auf 2500 bis 4000 Franken – pro Quadratmeter. Das ergibt einen Preis von mindestens 40 bis 50 Millionen Franken. Darin noch nicht eingerechnet sind die Kosten, welche für die Entwicklung eines konkreten Bauprojektes anfallen werden.

Aber nicht nur der Wert des Grundstücks dürfte Begehrlichkeiten wecken. Offenbar reissen sich auch prominente Interessenten um die Parzelle an der Zürichstrasse. In der Immobilienbranche hält sich hartnäckig das Gerücht, dass gar Tennischampion Roger Federer mit dem Grundstück liebäugelt. Walter Locher meint zum Namen Roger Federer: «Mit Rücksicht auf die Diskretion aller Beteiligten geben die Eigentümer keinerlei Auskünfte über den Kreis der Interessenten und geführte Gespräche.» Und weiter fügt er an: «Für ein Grundstück dieser Art sind immer zahlreiche Interessenten vorhanden, so auch im vorliegenden Fall.» Spekulationen seien deshalb «fehl am Platz».

Federers Liebe zum See

Klar ist: Die Lage mit Seeanstoss wäre für Federer prädestiniert. Schon einmal, vor fast zehn Jahren, interessierte sich der Tennisstar für ein solches Grundstück – damals allerdings ennet der Kantonsgrenze in Feldbach. Später kaufte er sich ein Grundstück ob Herrliberg, das er – wohl als Kapitalanlage – immer noch besitzt. Jenes Grundstück, das er in Wollerau besass, verkaufte er kürzlich wieder. Derzeit sind seine Schriften im bündnerischen Valbella hinterlegt.

Das Grundstück Seegubel dürfte Federer so oder so bestens kennen. Er trainiert ab und zu nämlich nur wenige Hundert Meter weiter auf einem privaten Grastennisplatz. Dieser Privat-Court gehört dem Multimilliardär Jorge Paulo Lemann. Mit ihm ist Federer eng befreundet. Denn der Milliardär investierte etwa in Federers Laver-Cup. Lemanns Frau Susanna engagiert sich zudem im Vorstand der Roger Federer Foundation. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 31.07.2018, 08:51 Uhr

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@zsz.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 044 928 55 82. Mehr...

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@zsz.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 044 928 55 82. Mehr...

Newsletter

Das Beste der Woche.

Endlich Zeit zum Lesen! Jeden Freitagmorgen Leseempfehlungen fürs Wochenende. Den neuen Newsletter jetzt abonnieren!

Kommentare