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Langsame aber stetige Umrüstung auf LED

In Eschenbach wird bis Ende Jahr ein Drittel der Strassenbeleuchtung mit LED-Leuchten betrieben. Auch andere Gemeinden im Linthgebiet rüsten auf die sparsame und energieeffiziente Technik um.

LED-Leuchten sind an immer mehr Strassen auch am Obersee zu finden.
LED-Leuchten sind an immer mehr Strassen auch am Obersee zu finden.
Arno Balzarini

In Eschenbach werden dieses Jahr 64 Strassenlampen an Gemeindestrassen neu mit LED Leuchten bestückt. Somit ist bis Ende Jahr gut ein Drittel der Eschenbacher Strassenleuchten mit der neuen Technologie ausgerüstet. Die Gemeinde lässt sich diese Umrüstung dieses Jahr gut 53 000 Franken kosten.

Mit der Installation von LED Lampen will Eschenbach seiner Verantwortung als Energiestadt nachkommen, wie Gemeinderatsschreiber Thomas Elser auf Anfrage erklärt. Denn LED Lampen sind umweltverträglicher als herkömmliche Leuchten. Sie haben eine sehr hoche Lichtausbeute, was heisst, dass sie besonders energieeffizient sind. Zudem haben die LED Leuchten eine lange Lebensdauer. Dies ist auch in Eschenbach spürbar: Im Schnitt würden gegenüber den herkömmlichen Lampen 40 bis 50 Prozent Strom und dadurch auch Geld eingespart, schätzt Elser.

Zudem erlaubt die LED Technologie den Einsatz von intelligenten Steuerungen. Damit kann zum Beispiel die Lichtstärke gesenkt werden, wenn kein Verkehr auf der Strasse ist. Dies werde von der Bevölkerung geschätzt, so die Erfahrung in Rapperswil-Jona.

Diese Vorteile haben dazu geführt, dass beim Bau neuer Strassenbeleuchtungen und bei Erneuerungen schweizweit fast ausschliesslich auf LED gesetzt wird, wie Energie Schweiz in einem Bericht zum Thema schreibt.

Unterschiedliches Tempo

Dies gilt auch für das Linthgebiet. Die einzelnen Gemeinden gehen jedoch in unterschiedlichem Tempo vor. Am wenigsten weit ist Amden. Dort sind noch keine Strassenlampen auf die neue Technologie umgerüstet worden. Dies soll aber in den nächsten Jahren strassenweise geschehen, wie die Gemeinde auf Anfrage mitteilt. Am anderen Ende der Skala steht Schänis. Dort wurden 2013 und 2014 alle Lampen an Gemeindestrassen ersetzt. Doch für Gemeindepräsident Herbert Küng reicht dies noch nicht: «Wir würden es begrüssen, wenn der Kanton die Strassenbeleuchtung in seinem Zuständigkeitsbereich auf dem Gemeindegebiet ebenfalls möglichst schnell umbauen würde.»

Dass wie in Schänis die gesamte Strassenbeleuchtung auf einmal umgerüstet wird, ist ungewöhnlich. Bei den meisten Gemeinden geschieht die Umrüstung, wenn die alten Leuchten, zumeist Natriumhochdrucklampen, ohnehin ersetzt werden müssen. Die Gemeinde Schmerikon zum Beispiel hat vor einigen Jahren die komplette Umrüstung geprüft, sagt Gemeindepräsident Félix Brunschwiler. Doch dadurch werde die sogenannte graue Energie der Lampen nicht amortisiert. Die graue Energie ist ein Mass für den indirekten Energiebedarf eines Gegenstands, der vor allem bei der Herstellung und beim Transport entsteht. Daher habe man sich gegen die sofortige Umrüstung entschieden, erklärt Brunschwiler. Stattdessen werden die Lampen über einen Zeitraum hinweg ausgewechselt.

Auch in Eschenbach werden jeweils nur die ältesten Lampen ersetzt. Bis die insgesamt 852 Strassenleuchten in Eschenbach alle auf LED Technologie umgestellt sind, wird es daher noch etwa acht bis zehn Jahre dauern, schätzt die Gemeinde.

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