Rapperswil-Jona

Lakers sind nun breiter abgestützt

Die Lakers Sport AG ist saniert. Im zweiten Anlauf glückte die an der Generalversammlung beschlossene Kapitalbeschaffung. Besonders freut die Verantwortlichen, dass zu den bisherigen über 600 neue Aktionäre hinzukamen.

Sanierung geglückt: VR-Präsident Konrad Müller (links) und VR-Mitglied Simon Koenig zeigen sich erfreut und dankbar über den grossen Zuspruch, den die Lakers im Rahmen der Kapitalbeschaffung erfuhren.

Sanierung geglückt: VR-Präsident Konrad Müller (links) und VR-Mitglied Simon Koenig zeigen sich erfreut und dankbar über den grossen Zuspruch, den die Lakers im Rahmen der Kapitalbeschaffung erfuhren. Bild: Silvano Umberg

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In einem ersten Anlauf hatten die Lakers neues Kapital in der Höhe von 1,88 Millionen Franken generieren wollen. Dies scheiterte. Deshalb genehmigte die ordentliche Generalversammlung vom 28. Juni 2016 einen modifizierten Sanierungsplan. Und dieser wurde nun erfolgreich umgesetzt.

Konkret wurde das Aktienkapital durch Reduktion des Nennwertes der bestehenden 23 500 Aktien von 100 auf 20 Franken um 1,88 Millionen Franken reduziert, und dann durch die Aus­gabe von 36 500 neuen Aktien (eben­falls zu einem Nennwert zu 20 Franken, was einen Zufluss von 730 000 Franken bedeutet) wieder auf 1,2 Millionen Franken erhöht. «Speziell freut uns, dass 642 neue Aktionäre hinzukamen, was bedeutet, dass der Klub nun deutlich breiter abgestützt ist», sagt Verwaltungsratspräsident Konrad Müller. Damit sei ein ausdrücklicher Wunsch des Verwaltungsrates in Erfüllung gegangen.

Kriterien für NLA erfüllt

Ein sehr positives Signal sei auch, dass sogar mehr Aktien gezeichnet wurden als in einem ersten Schritt nötig, ergänzt Simon Koe­nig, der seit Ende Juni neuin den Verwaltungsrat gewählt wor­den war. So könnten sie nun sogleich zum zweiten Schritt übergehen.

Anlässlich einer der letzten Verwaltungsratssitzungen wurde vorsorglich eine genehmigte Kapitalerhöhung in der Höhe von 600 000 Franken beschlossen. Durch die Überzeichnung stehen davon bereits 110 000 Franken zur Verfügung. Der Rest soll vornehmlich durch die Umwandlung von Darlehen zusammenkommen, und zwar bis zum 30. Oktober. «Wir stehen in Verhandlung mit den entsprechenden Personen und sind guter Dinge», sagt Koenig hierzu. Letzteres bringt zwar in der Praxis kein zusätzliches Geld, erhöht aber die Eigenkapitalquote auf die von der Nationalliga geforderten 30 Prozent. Ein wichtiger Schritt, denn «der Wiederaufstieg in die National League A ist unser Ziel», bekräftigt Konrad Müller die Ambitionen des SCRJ.

Wichtiges Signal an der Urne

Auf dem Weg dahin sei das Sportliche das eine, das Organisatorische und Wirtschaftliche das andere. «In den letzten 18 Monaten hat sich unglaublich viel getan», sagt Koenig. Ein ganz wichtiges Puzzleteil sei der positive Entscheid der Stadtbevölkerung zum Bau einer temporären Trainingshalle, die im November 2017 in Betrieb gehen sollte, ­sowie zum Projektierungskredit für die Sanierung des Gesamtareals Lido.

«Die verbesserte Infrastruktur kommt nicht nur unserer rund 350 Kinder und Jugendliche umfassenden Nachwuchsabteilung zugute, sondern generell dem Eislaufsport, also auch der sehr guten Eiskunstlaufbewegung in Rapperswil-Jona», freut sich Müller.

Potenzial bei den Zuschauern

Etwas weniger positiv, ja sogar enttäuschend ist die Entwicklung bei den Zuschauerzahlen. Gegenüber der vergangenen Qua­lifikationsphase sank der Schnitt bei den Heimspielen von 2756 auf momentan 2533. «Um zumindest eine schwarze Null schreiben zu können, wie wir es in Zukunft tun wollen, brauchen wir 200 bis 300 Personen mehr im Stadion», betont Müller.

Um dieses Ziel zu erreichen, sind die Lakers sowohl auf als auch neben dem Eis gefordert. «Natürlich wollen die Zuschauer erfolgreiches und attraktives Eishockey sehen. Wir machen uns aber auch Gedanken, wie wir ihnen generell mehr bieten können», sagt Verwaltungsrat Simon Koenig. Auch das sei eine wichtige Voraussetzung im Hinblick auf die angestrebte Rückkehr in die höchste Spielklasse. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 05.10.2016, 10:11 Uhr

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