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Kuscheln gegen die Kälte

Wegen der gefrorenen Böden finden die Grossen Brachvögel derzeit kaum Nahrung. Gegen die Kälte kennen sie allerdings ein wirksames Mittel: Wie sich in Jona zeigt, ­rücken über hundert Tiere eng zusammen.

Sie halten sich gegenseitig warm: Eine Schar von Grossen Brachvögeln trotzt in Busskirch, Jona, den Minustemperaturen.
Sie halten sich gegenseitig warm: Eine Schar von Grossen Brachvögeln trotzt in Busskirch, Jona, den Minustemperaturen.
Kurt Anderegg

Nähe erzeugt Wärme – das wissen auch die Grossen Brachvögel. Bei den derzeit eisigen Temperaturen schützen sie sich und ihre Artgenossen, indem sie dicht beieinanderstehen. Zu beobachten ist das «kollektive Kuscheln» in diesen Tagen auf der Wiese in Busskirch, Jona.

Ein Augenschein vor Ort zeigt: Mehr als über hundert Grosse Brachvögel drängen sich zusammen, den Körper so ausgerichtet, dass die steife Bise wenig Angriffsfläche hat. Ob wohl die stärksten Vögel zuvorderst im Wind stehen?

Warten, bis es taut

Weil der Boden oberflächlich gefroren ist, können die Tiere mit ihren langen Schnäbeln keine Nahrung herausstochern. Hungern ist angesagt; die Vögel müssen von den Reserven zehren. Wenig Bewegung lautet die De­vise, um den Energieverbrauch gering zu halten. Die Vögel scheinen zu schlafen: Der Kopf ist zurückgedreht, der Schnabel ins Gefieder eingebettet. Die Augen allerdings sind ­offen.

Blitzschnell werden alle Schnäbel nach vorn gerichtet, als ein Geräusch die Vögel beunruhigt. Offenbar Fehlalarm – erneut verharren sie in der Ruhestellung. Nun müssen sie sich in ­Geduld üben – und weiterkuscheln, bis das nächste Tauwetter kommt.

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