Zum Hauptinhalt springen

Knatsch um Tankstelle im Schänner Industriegebiet

Die Ortsgemeinde Schänis will mit allen Mitteln verhindern, dass zwischen der Autobahn A 3 und dem Bico-Gelände eine Coop-Tankstelle entsteht. Nun zieht sie hierfür gar vor Gericht.

Der Zankapfel: Das Gebiet zwischen Autobahnausfahrt Bilten/Schänis und dem Bico-Areal (rechts).
Der Zankapfel: Das Gebiet zwischen Autobahnausfahrt Bilten/Schänis und dem Bico-Areal (rechts).
Screenshot Google Street View

Zwischen der Autobahnausfahrt Schänis/Bilten und dem Bico-Gelände soll eine Coop-Tankstelle mit Shop entstehen. Bei der Schänner Ortsgemeinde sorgt das Projekt jedoch für Unmut. Der Grund dafür liegt schon beinahe zehn Jahre zurück. Damals unterzeichnete die Ortsgemeinde Schänis einen Baurechtsvertrag mit dem Unternehmer Martin Stüssi. Dieser wollte auf dem Areal eine Autogarage mit -handel realisieren.

In die Tat umgesetzt hat Stüssi seine Pläne auf dem rund 4000 Quadratmeter grossen Land bisher nicht. Dies, obschon gemäss Aussagen der Ortsgemeinde mit Stüssi vereinbart gewesen war, dass innert drei Jahren gebaut werden soll. Gemäss der Zeitung «Südostschweiz» ist dies aber nicht der einzige Grund, weshalb zwischen den beiden Parteien dicke Luft herrscht. Demnach soll Stüssi auf dem grösseren Teil des Grundstücks eine Coop-Tankstelle mit zugehörigem Coop-Pronto-Shop realisieren wollen. Doch eine Tankstelle will die Ortsgemeinde nicht. Vor kurzem hat sie deshalb beim Kreisgericht See-Gaster eine Zivilklage gegen Martin Stüssi eingereicht.

Ein Kreisel für das Industriegebiet

Die Politische Gemeinde hat derweil erst kürzlich grünes Licht für das Bauprojekt gegeben. Dies, nachdem der Kanton seinerseits die Zustimmung für einen Kreisel im Schänner Industriegebiet Feld gegeben hatte.

Das Gebiet beidseits der Biltnerstrasse ist ein regelrechtes Einkaufsmekka. Nebst Lidl buhlen dort etwa auch Jumbo, Aldi und Spar um Kunden. Das führt zu Verkehrsproblemen. Denn die Biltnerstrasse ist auch der Zubringer auf die Autobahn A 3. Seit Jahren kämpft die Gemeinde für eine Verbesserung der dortigen Verkehrssituation. Nun scheint sie endlich am Ziel angekommen: Der Kanton hat das Projekt mit der höchsten Priorität in das Strassenbauprogramm 2019– 2023 aufgenommen. Einen Zeitplan für die Realisierung des Kreisels gibt es aber noch nicht.

Ob es der Ortsgemeinde gelingt, den Baurechtsvertrag mit Martin Stüssi per Gerichtsweg aufzulösen und so den Bau der Tankstelle zu verhindern, ist unsicher. Weder die Ortsgemeinde noch Martin Stüssi waren am Dienstag für die «Zürichsee-Zeitung» erreichbar.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch