Rapperswil

Kinderzoo schickt seine Besucher auf Safari

Wie sehen die Federn von einem Perlhuhn aus? Was bedeutet es, wenn eine Schlange schlitzförmige Pupillen hat? Solchen Fragen können die jüngsten Besucher im Kinderzoo neu auf einem Safari-Rundgang nachgehen.

Die Kamele lassen sich von der weissen Pracht nicht aus der Ruhe bringen. Franco Knie (2. von rechts) zeigt die neue Elefantenrassel, die HSR-Studenten unter Stefan Kammhuber (links) entwickelt haben. Neu ist im Kinderzoo zudem eine Safari-Tour, kreiert von Andreas und Lukas Frei (rechts).

Die Kamele lassen sich von der weissen Pracht nicht aus der Ruhe bringen. Franco Knie (2. von rechts) zeigt die neue Elefantenrassel, die HSR-Studenten unter Stefan Kammhuber (links) entwickelt haben. Neu ist im Kinderzoo zudem eine Safari-Tour, kreiert von Andreas und Lukas Frei (rechts). Bild: Sabine Rock

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Vom Schnee dürfe man sich nicht irritieren lassen, nimmt der Zoodirektor gleich vorweg. «Hudelwetter» kurz bevor der Kinderzoo seine Türen öffnet, sei nämlich kein schlechtes Omen, sagt Benjamin Sinniger. Er weiss, wovon er spricht: In den letzten Jahren habe Petrus sich oft erst im allerletzten Moment als Tierfreund geoutet. Ein einziges Mal erst musste die Zoo-Eröffnung verschoben werden, erinnert er sich.

Diesmal sollte dem Saisonauftakt aber nichts im Wege stehen. Am Samstag, 3. März, steht Knies Kinderzoo wieder für die Besucher offen. Und auf sie warten gleich mehrere Attraktionen. Der Kinderzoo schickt seine jüngsten Gäste neu auf eine 45-minütige Safari. Auf dem Rundgang für Kinder ab sechs Jahren geht es darum, ihnen auf spielerische Weise interessante Fakten und Wissen aus der Tierwelt zu vermitteln.

«Wie richtige Forscher»

Komplexe Inhalte sollen durch das Beobachten der Tiere verständlich werden. Im Spiel sollen die Kinder, wie richtige Forscher, die Tiere mit anderen Augen sehen und Erkenntnisse gewinnen, erläuterten die Spielmacher Andreas und Lukas Frei an der gestrigen Medieninfo. Sie haben die Safari-Tour mit den 18 Posten als Teil des neuen Edukationssystems im Kinderzoo kreiert.

Die «Safarigänger» bekommen für ihre Aufgabe einen aufklappbaren Mini-Feldstecher mit dreifacher Vergrösserung. Damit gilt es, an verschiedenen Stationen Rätsel zu lösen. Hat das Hängebauchschwein einen gekringelten oder einen geraden Schwanz? Die Idee ist, dass die Kinder die Tiere mithilfe ihres Fernglases genau unter die Lupe nehmen und so auf den ersten Blick unscheinbare Details erkennen. Zum Beispiel, dass die Pupillen von Giftschlangen schlitzförmig sind – jene von ungiftigen hingegen rund.

Ein Tier ist einzigartig

Ob die angehenden Forscher richtig liegen, erfahren sie am Ende des Rundgangs – zusammen mit der Antwort auf die Frage, welches Tier in Knies Kinderzoo «welteinmalig» ist. Nur so viel sei verraten: Es ist schon viele Jahre im Kinderzoo, mag Wasser, steht aber trotzdem seit jeher im Trockenen. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 01.03.2018, 17:42 Uhr

Gehege für Kaninchen

In der bevorstehenden Saison nimmt Knies Kinderzoo ein neues Gehege für Hauskaninchen und Meerschweinchen in Betrieb. Damit möchte man Kindern aufzeigen, was bei der Haltung von Haustieren wichtig ist, erläuterte Zoodirektor Benjamin Sinniger.

Neu ist im Kinderzoo zudem das Angebot «ein Tag als Tierpfleger». Jugendliche ab 18 Jahren lernen dabei aus erster Hand, was zu den Aufgaben eines Tierpflegers gehört. Das Angebot kostet 450 Franken. (rkr)

Elefanten und Geparden beschäftigen

«Tiere dürfen sich nicht langweilen»

In der freien Wildbahn sind Tiere mit Nahrungssuche und Überlebenskampf beschäftigt. Weil das im Zoo nicht nötig ist, braucht es für die Tiere Beschäftigungsprogramme. Dies sei eine Herausforderung, sagt Zoo-Miteigentümer Franco Knie. Viele Tiere würden etwa einen spielerisch gestalteten Futterzugang, der immer gleich funktioniere, schnell durchschauen. Tiere dürften sich aber nicht langweilen, weil sie sonst Verhaltensauffälligkeiten entwickeln und ihr Wohlbefinden abnehme, erklärt Knie. «Sie müssen aktiv bleiben.»

Für Elefanten etwa gab es im Kinderzoo schon Futternetze, in die nachts Bewegung kam – Elefanten schlafen nämlich nur vier Stunden. Im Falle der Geparden war ursprünglich ein Mechanismus, der ein Stück Fleisch über den Boden zieht, geplant. Diese Idee wurde verworfen, weil die Tiere daran zu schnell kein Interesse mehr zeigten. (rkr)

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