Rapperswil-Jona

Kinderzoo freut sich über ersten Rapperswiler «Pingu»

Die Humboldt-Pinguine haben zum ersten Mal Nachwuchs bekommen. In den ersten Wochen muss das Junge rund um die Uhr umsorgt werden.

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«Tag zwei, der Kleine ist wohlauf». Die ersten Bilder des Rapperswiler Pinguin-Babys haben bereits zahlreiche Kommentar auf Facebook ausgelöst. Es ist der erste Nachwuchs im Revier der Rapperswiler Humboldt-Pinguine. Eher zufällig wurde der junge Pinguin am Mittwochmorgen entdeckt, sagt Direktor Benjamin Sinniger. Vor vier Tagen bemerkte man erste kleine Risse in der Eihülle.

Dass der frischgeschlüpfte Nachwuchs aber dennoch nicht leicht zu entdecken ist, zeigen die ersten Bilder des gut behüteten Winzlings. Viel mehr als ein kleines, graues Köpfchen unter dem dagegen mächtig wirkenden, elterlichen Federkleid kann man darauf noch nicht erkennen. Während der folgenden drei bis sechs Wochen muss der Kleine von einem Elternteil unablässig umsorgt und gewärmt werden, bevor er die ersten eigenen Schritte aus dem Brutnest wagt.

Weiterer Nachwuchs möglich

Bei den Humboldt-Pinguinen herrscht Gleichstellung. Vater und Mutter wechseln sich bei allen Aufgaben der Jungenaufzucht ab – von der Nestpflege über das Ausbrüten der Eier bis hin zur Nahrungssuche. Diese ausgeprägte Arbeitsteilung ist einer der Gründe wieso die Pärchen gewöhnlich ein Leben lang zusammen bleiben.

Im Rapperswiler Kinderzoo gibt es 14 Humboldt-Pinguine, die aus drei verschiedenen Zoos stammen. Die Gewöhnung der verschiedenen Gruppen untereinander und an die neue Umgebung benötigt üblicherweise eine gewisse Zeit. Dass von den acht Weibchen und sechs Männchen nun nach zwei Jahren bereits drei Paare zusammengefunden haben, sei äusserst erfreulich, meint Sinniger. Ein weiteres Ei von einem anderen Pärchen wird zur Zeit noch bebrütet.

Sympathieträger Pinguin

Die Pinguin-Anlage im Kinderzoo ist dem natürlichen Lebensraum des Humboldt-Pinguins an der chilenischen und peruanischen Pazifikküste nachgebildet. Im Gegensatz zu ihren grösseren, antarktischen Artgenossen brüten die Humboldt-Pinguine aber ganzjährig. Nichtsdestotrotz sind die Überlebenschancen für Jungpinguine in den wärmeren Frühlings- und Sommermonaten entsprechend grösser. Die Rapperswiler Pinguin-Eltern hätten ihre Bruthöhle ausserdem bewusst an einer Stelle gebaut, an der besonders viel wärmendes Sonnenlicht einfällt.

Direktor Sinniger freut sich sehr über den Nachwuchs bei den manchmal etwas unbeholfen wirkenden Pinguinen. Der Pinguin sei einfach ein Sympathieträger. Die Bestimmung des Geschlechts sowie die Findung eines passenden Namens für den Jungpinguin könnte noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Selbst bei ausgewachsenen Humboldt-Pinguinen sind Geschlechtsunterschiede nur schwierig auszumachen. Das Männchen ist für gewöhnlich aber etwas grösser und schwerer als das Weibchen. In jedem Fall soll der Name mit P beginnen, wie für alle 2017 im Kinderzoo geborenen Jungtiere. «P wie Pingu, das würde passen», ergänzt Sinniger lachend. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 05.05.2017, 17:37 Uhr

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