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Keine Kameras auf der Lützelau

Alles erfunden! Unser Artikel über die «Expedition Lützelau» in der Samstagsausgabe war ein Aprilscherz.

Keine «Expedition Lützelau»: Die Insel im Zürichsee bleibt weiterhin den Ausflüglern vorbehalten.
Keine «Expedition Lützelau»: Die Insel im Zürichsee bleibt weiterhin den Ausflüglern vorbehalten.
Manuela Matt

Auch wenn es eine Enttäuschung ist für alle Fans vom «Dschungel-Camp»: Auf der Insel Lützelau wird es kein Überlebenscamp mit prominenter Besetzung geben: Der Beitrag zur «Expedition Lützelau» (ZSZ vom Samstag) war ein Aprilscherz und somit frei erfunden. Mit dem Artikel über Prominente, die auf der «Lütz» für die Kameras Fische fangen und selber Feuer machen müssen, haben wir versucht, unsere Leser hinters Licht zu führen.

«Lütz» bleibt Geheimtipp

«Auf der Lützelau bleibt alles beim Alten», sagt Inselwart Joe Kunz schmunzelnd. Er freut sich auf die neue Saison, die am 29. April startet. «Für ein solches Vorhaben wäre die Insel Lützelau definitiv der falsche Ort», sagt auch Simon Elsener, Präsident von Rapperswil Zürichsee Tourimus. Neue Wege in der Vermarktung, wie im Artikel beschrieben, seien derzeit nicht vorgesehen. Die Lützelau, auch als kleine Schwester der Insel Ufenau bekannt, solle weiterhin ein Geheimtipp für die Menschen aus der Region bleiben.

Richtig ist allerdings, dass auf derLützelau in absehbarer Zeit eine neue Abwasseranlage gebaut wird. Geplant ist eine Seeleitung von der Insel im oberen Zürichsee zum Schiffssteg in Rapperswil, wo diese an die öffentliche Kanalisation angeschlossen wird. Der Bau der Abwasseranlage ist allerdings noch nicht für den kommenden Herbst, sondern frühstens für den Winter 2018 geplant.

Echtes Abenteuer

Ebenfalls real sind die Antworten von Roger Rhyner, Musikchef von Radio Zürisee, zu seinem Waldexperiment. Er hatte im Sommer 2014 tatsächlich an einem solchen Abenteuer oberhalb des Walensees teilgenommen. Während den zehn Tagen fernab der Zivilisation hatte er wie geschildert Beeren, Nüsse sowie Schnecken und Würmer gegessen und zehn Kilo abgenommen.

Der nasse Schlafplatz habe ihn damals an seine Grenzen gebracht. Trotzdem schwärmt er noch heute vom Abenteuertrip: «Es war eine unglaublich schöne Zeit.» Mit dem Waldabenteuer hatte sich der Autor und Radiomoderator damals einen langgehegten Kindheitstraum erfüllt.

Vujo würde es packen

Nicht aus der Luft gegriffen – auch wenn natürlich das Thema ein Aprilscherz war – sind überdies die Aussagen von Ex-Bachelor Vujo Gavric. Die «Zürichsee-Zeitung» hatte ihn im Vorfeld telefonisch kontaktiert und gefragt, ob er sich eine Teilnahme an einem Experiment wie der «Expedition Lützelau» vorstellen könne. Dass er in der Lage wäre, ein Floss zu bauen und damit über den Zürichseee zu paddeln, davon zeigte sich der Rosenkavalier übezeugt: «Ich würde sicher nicht untergehen.»

Wie viele Leserinnen und Leser sich von der «Zürichsee-Zeitung» täuschen liessen und sich eine Anmeldung fürs Überlebenscamp à la «Dschunge-Camp» ernsthaft überlegten, war bis Redaktionsschluss unklar. Der Aufruf, sich für das Lütz-Experiment per Mail zu melden, blieb jedenfalls bis zum Sonntagnachmittag unbeantwortet. Aber wer weiss: Vielleicht benötigen die Abenteuerlustigen am Obersee auch lediglich noch etwas Bedenkzeit, um sich für eine Expedition auf eine einsame Insel zu überwinden. In diesem Sinne wartet die Redaktion einmal noch ab, ob sich «Interessierte» melden.

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