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Kein Mietvertrag für «Stammzellen-Praxis»

Gab es in Rapperswil eine Klinik für Stammzellen-Therapien? Nein, sagt jetzt die Firma Swiss Medica.

Die Firma Swiss Medica hat zwar eine Raum in Rapperswil gemietet, dort aber keine Stammzellentherapie betrieben.
Die Firma Swiss Medica hat zwar eine Raum in Rapperswil gemietet, dort aber keine Stammzellentherapie betrieben.
Symbolbild, Keystone

Einen Raum gemietet hat die ­Fir­ma Swiss Medica in Rapperswil. Gebraucht sei er aber nicht worden, schon gar nicht für Stammzellentherapien, sagt das Unternehmen.Rückblende: Die Schweizer Heilmittelbehörde Swissmedic untersucht seit kurzem einen brisanten Fall: Die Firma Swiss Medica mit Sitz im st.gallischen Goldach propagiert im Internet Stammzellentherapien gegen Krankheiten wie Autismus, Alzheimer oder Hirnschäden. Angeboten wurden diese auf der Webseite in Belgrad, Moskau und in der St. Galler Privatklinik St. Georg. Nachdem die «SonntagsZeitung» den Fall publik gemacht hatte, versiegelte Swissmedic den Raum in der Klinik und leitete Untersuchungen ein. Swiss Medica bestritt gegenüber der Zeitung vehement, in der Schweiz Stammzellentherapien durchzuführen. Laut einem Bericht der «SonntagsZeitung» gab es zudem Hinweise, dass Swiss Medica «eine kleine Privatklinik» in Rapperswil benutzte und dort Therapien anbot. ZSZ-Recherchen zeigen, dass sich etwa ein Mann auf Facebook als Vertreter der «Swiss Medica Klinik in Rapperswil» ausgab und dort angab, die Klinik behandle Kinder mit Autismus erfolgreich. Dass Swiss Medica in Rapperswil Therapien angeboten habe, stimme nicht, sagt Swiss Medica nun auf Anfrage der «Zürichsee-Zeitung». Die Räumlichkeiten seien einzig für Beratungen und als Privatpraxis geplant gewesen. Diese seien nun nach Gol­dach verlegt worden. Für die Räumlichkeiten habe man die Kündigung eingereicht und der Vertrag werde aufgelöst.

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