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Kantonsrätin will Steinböcke retten

Eine Interpellation fordert die Regierung auf, die Steinböcke am Speer zu retten. Die Kolonie werde durch den Luchs bedroht.

Die Steinbockkolonie am Speer soll dringend grösser werden.
Die Steinbockkolonie am Speer soll dringend grösser werden.
Keystone

«Es kann doch nicht sein, dass ­x-Millionen Steuergelder für die Wiederansiedlung des Luchses eingesetzt werden und unsere einheimische Steinbockkolonie im Speergebiet aussterben soll», schreibt Marianne Steiner (SVP, Kaltbrunn) in einer der Regierung eingereichten Interpellation. Den Hauptgrund für die starke Reduktion der Steinbockkolonie im Speergebiet sieht ­Steiner in der grösser werdenden Zahl von Luchsen.

Besonders Jungsteinböcke seien durch die Raubkatze gefährdet. Zwischen 2001 und 2008 siedelte das Bundesamt für Umwelt zwölf Luchse in die Nordostschweiz um, seitdem ist die Population stark gewachsen. Im Kanton St. Gallen leben mittler­weile 32 Tiere, sodass nun wiederum zwei Luchse in den Pfälzerwald ausgesiedelt werden.

Steinbockkolonie zu klein

Steinböcke hingegen gibt es im Speergebiet nur noch fünf Exem­plare, viel zu wenig, um das Überleben der Kolonie lang­fristig zu sichern, wie der Kanton bestätigt. Auch aus anderen Stein­bockkolonien seien nie ­Tiere ins Gebiet Speer–Mattstock zugewandert.

Um die Steinböcke vor dem Aussterben zu retten, hatte der Ammler Jäger Willi Gmür bereits im vergangenen Jahr 2600 Unterschriften für eine Petition gesammelt und die Regierung zu einer Reaktion gezwungen. Wiederansiedlungen von Steinböcken seien dennoch nicht geplant, liess Regierungsrat ­Bruno Damann, Vorsteher des Volkswirtschaftsdepartements, darauf in einer Mitteilung der Staatskanzlei St. Gallen verlauten. Für eine Sicherung der Population brauche es mindestens 100 Tiere, die bestehende Population sei viel zu gering.

Die Interpellation von Steiner erwägt dennoch, die vom ­Aussterben gefährdeten Stein­böcke im Speergebiet durch Umsied­lungen aus dem Alp­stein oder ande­ren Gebieten zu ret­ten. Im Gegenzug verlangt Stei­ner, die Luchs­population auf den ursprüng­lichen Bestand der Wieder­ansiedlung von zwölf Tieren zu reduzieren.

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