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Kantonaler Führungsstab wird wegen Trockenheit aktiv

Auf das Schlimmste vorbereitet sein: Das will der Kanton St. Gallen in Sachen Trockenheit. Der Kantonale Führungsstab könnte kommende Woche ein generelles Feuerverbot aussprechen.

Nächste Woche könnte ein absolutes Feuerverbot für den ganzen Kanton erlassen werden.
Nächste Woche könnte ein absolutes Feuerverbot für den ganzen Kanton erlassen werden.
Symbolbild, Keystone

Die Trockenheit der vergangenen Wochen versetzt den Kanton St. Gallen in Alarmbereitschaft. Im Hinblick auf eine drohende Wasserknappheit und den Nationalfeiertag vom 1. August hat der Kantonale Führungsstab am Freitag eine ausserordentliche Sitzung abgehalten. Im Führungsstab sind die zuständigen Ämter für die Bereiche Wald, Umwelt, Wasser, Energie, Landwirtschaft und Feuerwehr vertreten.

Nachdem bereits der Kanton Graubünden in weiten Teilen ein Feuerverbot erlassen hat, muss nun auch der Kanton St.Gallen ein solches in Erwägung ziehen. Die Gemeinden Amden und Weesen haben bereits auf kommunaler Ebene ein solches Verbot durchgesetzt, weitere diskutieren es.

Für das Wochenende hat Meteo Schweiz Niederschläge angekündigt. «Die dürften aber für eine Entschärfung der Situation kaum reichen», meint Urs Arnold vom Amt für Wasser und Energie (AWE). «Für eine weitgehende Normalisierung der Lage sind langandauernde Regenfälle notwendig». Seit Jahresbeginn fehlen im Durchschnitt rund 150 Millimeter Regen.

«Ob nun ein Verbot in Wald und Waldesnähe, ein Feuerwerksverbot oder ein flächendeckendes Feuerverbot erlassen wird, können wir deshalb erst nach dem Wochenende entscheiden», sagt Felice Crottogini vom Kantonsforstamt. Bereits jetzt empfiehlt er im Wald oder in Waldesnähe auf Feuer zu verzichten.

Feuerwerkverbot möglich

Kopfzerbrechen dürfte dem Krisenstab auch der bevorstehende 1. August bereiten. «Wir wollen niemandem das Feuerwerksgeschäft vermiesen, aber müssen auch auf die Sicherheit achten», sagt Crottogini. Weil Feuerwerkspartikel vom Wind 100 bis 200 Meter weitergetragen werden können, ist zumindest in exponierten Lagen ein Verbot der bunten Knaller gut denkbar.

In Amden etwa, sagt Crottogini, dürfe man nicht vergessen, dass die Bergwälder für die Feuerwehr im Ereignisfall kaum erreichbar seien. Auch solche Überlegungen lässt der Krisenstab in seine Beurteilung einfliessen. Die nächste Lagebeurteilung des Krisenstabs findet am Montag statt.

Wasser sparen

In weiten Teilen des Kantons sind die Wasserstände der Bäche und Flüsse, sowie die Grundwasserstände so tief wie seit Jahren nicht mehr. Mehrere kleine Bäche sind ausgetrocknet und mussten abgefischt werden.

«Das heisse trockene Wetter hat diese Woche die Lage weiter verschärft», sagt Silja Kempf vom AWE. «Momentan zeichnet sich ab, dass der Wasserbezug aus kleinen Gewässern sowie der Gemeingebrauch eingeschränkt werden müssen». Ähnlich hat bereits der Kanton Thurgau entschieden. Allgemein empfiehlt das AWE, sparsam mit Wasser umzugehen. Der Kanton appelziert die Bevölkerung, nicht unnötigerweise Pools zu füllen, Autos zu waschen oder Rasen und Gärten zu bewässern.

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