Uznach

Isabelle Kuster schafft in Uznach die Wahl

SVP-Kandidat Christian Rickenbach ist auch mit seiner zweiten Kandidatur für den Uzner Gemeinderat gescheitert. Die Wahl geschafft hat eine Frau: Die parteilose Isabelle Kuster.

Isabelle Kuster hat die Wahl mit deutlichem Vorsprung geschafft.

Isabelle Kuster hat die Wahl mit deutlichem Vorsprung geschafft. Bild: Manuela Matt

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Isabelle Kuster hat die Wahl in den Uzner Gemeinderat mit deutlichem Vorsprung geschafft. Die parteilose Kandidatin erreichte 946 Stimmen, ihr Kontrahent Christian Rickenbach (SVP) erhielt 590 Stimmen. Die Ersatzwahl wurde nötig, weil der parteilose Alex Rutz Ende 2017 seinen Rücktritt auf den April 2018 erklärte.

«Tiptop», sagt Isabelle Kuster» zum Wahlresultat. Die 46-jährige freut sich über das klare Ergebnis, wie sie auf Anfrage der ZSZ sagt. Ganz überrascht sei sie nicht, betont Kuster: «Ich hatte im Wahlkampf schöne Erlebnisse und viele positive Reaktionen auf meine Kandidatur». Dass sie nur gewählt wurde, weil sie eine Frau ist, verneint Kuster: «Es gab in Uznach ja auch schon Frauen, die nicht gewählt wurden.» Ihren Erfolg führt sie auf andere Gründe zurück: Die Wähler seien von ihrer Kompetenz und ihren bisherigen Engagements überzeugt worden.

Kuster ist in Uznach aufgewachsen und arbeitet derzeit als Co-Leiterin in der Kanzlei am Bundespatentgericht in St. Gallen. Sie war unter anderem Mitglied der Uzner Verkehrsplanungskommission und Präsidentin des Chinderhus Rosengarten. Ihre Kandidatur wurde von SP, CVP und FDP unterstützt.

Rickenbach enttäuscht

Christian Rickenbach (SVP) hatte trotz aller Hoffnung auf einen Wahlerfolg auch etwas mit diesem Ergebnis gerechnet. Er habe mit seiner Anzahl Stimmen in etwa die Wählerstärke der SVP erreichen können, betont Rickenbach. «Als SVP-Kandidat hat man es immer schwieriger, das ist nicht nur in Uznach so, sondern schweizweit.» Weil die übrigen Parteien sich für Isabelle Kuster ausgesprochen haben, wäre eine Wahl äusserst schwierig zu erreichen gewesen. Nicht zuletzt habe auch der Frauenbonus von Kuster zum Ergebnis beigetragen, ist sich Rickenbach sicher.

Der SVP-Kandidat hat mit dem Ergebnis die Wahl in den Gemeinderat schon zum zweiten Mal verpasst. Er war schon bei den Gesamterneuerungswahlen gescheitert. Versucht er es bei der nächsten Vakanz noch ein drittes Mal? Rickenbach will sich noch nicht festlegen und betont, die private und berufliche Situation müssten bei einer erneuten Kandidatur wieder stimmen. Vorerst will sich der SVP-Politiker seinem Firmenaufbau widmen.

Nur eine Frau im Rat

Der Gemeinderat setzt sich damit bis zum Ende der Amtszeit 2020 wie folgt zusammen: Christian Holderegger (FDP, Gemeindepräsident), Michael Rütsche (FDP), Felix Schnyder (CVP), Stefan Kühne (CVP), David Jud (SP), Felix Bretscher (SVP) und Isabelle Kuster (parteilos).

Die Stimmbeteiligung lag bei 45.4 Prozent.

Erstellt: 04.03.2018, 15:54 Uhr

Artikel zum Thema

Der Wahlsonntag am Zürichsee auf einen Blick

Wahlen / Abstimmungen Ja zu Vorlagen in Horgen, Wädenswil und Richterswil+++SVP-Kandidat scheitert in Kilchberg+++Elsener (CVP) bleibt Präsident in Rüschlikon+++Reto Grau (FDP) holt Präsidium in Langnau. Mehr...

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@zsz.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 044 928 55 82. Mehr...

Bonus-Angebote

Bonus-Angebote

Alle Bonus-Angebote im Überblick.

Kommentare

Blogs

Michèle & Friends Midlife-Crisis? Nehm ich!

Von Kopf bis Fuss Diese Frau erinnert sich an alles

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben