Uznach

In der Einrosenstadt könnte es zu einer Kampfwahl kommen

Der Gemeinderat Alex Rutz (parteilos) tritt Ende April nach über vierjähriger Amtszeit aus dem Gemeinderat zurück. Für die Ersatzwahl am 4. März stehen bereits mehrere Kandidaten bereit. Favoritin für die Wahl dürfte eine Frau sein, welche die SP nominieren wird.

In der Einrosenstadt herrscht Spannung vor der Ersatzwahl für den siebten Sitz im Uzner Gemeinderat.

In der Einrosenstadt herrscht Spannung vor der Ersatzwahl für den siebten Sitz im Uzner Gemeinderat. Bild: Michael Grimm

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In Uznach herrscht Spannung vor dem kommenden Wahlgang, nachdem Alex Rutz aus dem Uzner Rat zurückgetreten ist. Eines ist jetzt schon klar: Die SP wird eine Kandidatin ins Rennen um den siebten Sitz im Gemeinderat schicken. «Ihren Namen werden wir allerdings erst gegen Ende dieses Jahres verraten», sagt Kurt Hollenstein, Präsident der SP-Ortspartei.Auch die SVP ist parat für die Ersatzwahl: Die Partei hat bereits zwei Kandidaten gefunden, die bereit wären, an der Ersatzwahl im Frühling teilzunehmen. «Es ist an der Zeit, dass die SVP wie die FDP und die CVP zwei Sitze im Gemeinderat hat», sagt Roger Widmer, Parteipräsident der SVP Uznach: Aus rein arithmetischen Gründen sei es offensichtlich, dass die SVP aufgrund ihrer Wählerstärke Anrecht auf zwei Sitze in der Einrosenstadt habe.

Einer der beiden möglichen Kandidaten seitens der SVP heisst Christian Rickenbach: Dieser hat im Herbst 2016 bei den Gesamterneuerungswahlen die Wahl in den Uzner Gemeinderat nur knapp verpasst – mit einem Rückstand von rund achtzig Stimmen auf seinen Parteikollegen Felix Bretscher.

«Chancenlos gegen eine Frau»

Allerdings will Rickenbach nur ins Rennen steigen, wenn keine Frau für die Ersatzwahl kandidiert: «Wenn eine Frau nominiert wird, wäre meine Kandidatur chancenlos.» Angesichts dessen, dass ausschliesslich Männer im Rat sitzen, wäre eine Frau so gut wie gewählt. Weitere Kandidaten würden dann nur verheizt werden, meint Rickenbach. Die CVP will derweil nach Auskunft von Präsident Sandro Lendi nicht von sich aus aktiv werden, um einen Kandidaten zu finden: «In jedem Fall werden wir aufgrund des männerdominierten Rats eine Frau unterstützen», sagt Lendi.

Sondiert wird bis Ende Jahr

Die FDP Uznach wiederum macht sich aktiv auf die Suche nach einem Kandidaten, obwohl die Partei bereits zwei Sitze im Gemeinderat hat. «In einem Rat spielt die Parteizugehörigkeit nur eine untergeordnete Rolle», sagt Michael Rütsche, Präsident der FDP: So sei es diesbezüglich unerheblich, dass seine Partei bereits zwei Sitze im Gemeinderat habe. «Es ist von Grund auf schwierig genug, überhaupt Freiwillige zu finden, die sich für ein solches Amt zur Verfügung stellen wollen», betont Rütsche.

Wie sich die Ausgangslage für die Ersatzwahl schliesslich stellen wird, dürfte bis Ende dieses Jahres klar werden: Nach Weihnachten wollen die Uzner Parteipräsidenten die Köpfe zusammenstecken, um die Lage zu sondieren. Bis zum 3. Januar können Kandidaten für den Wahlgang im Rathaus der Einrosenstadt angemeldet werden. Der erste Wahlgang der Ersatzwahl findet am 4. März, ein allfälliger zweiter am 10. Juni statt.

Erstellt: 21.12.2017, 16:49 Uhr

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