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Liga muss die Regeln ändern

Man kann in Rapperswil-Jona vorerst aufatmen. Der FCRJ behält seine Lizenz — trotz ungenügender Lichtmasten. Die Disziplinarkommission der Swiss Football League (SFL) hat fair geurteilt. Doch das Problem sind nicht die Strafen, sondern die Anforderungen. Um Abendspiele TV-gerecht aufzuarbeiten werden, soll es 500 Lux-Masten brauchen. Diese Spiele zeigt Teleclub, ein Bezahlsender. Das SRF interessiert sich nicht für die Challenge League, ausser, wenn der FC Zürich dort spielt.

Also müssen Klubs wie Chiasso, Wohlen oder Rapperswil-Jona ihre charmanten Stadiönli für eine kleine Gruppe von Fussballfans umbauen. Oder glauben die Verantwortlichen der SFL im Ernst, dass sich mehr als eine Handvoll Fans einen Match wie FCRJ-Wohlen auf Teleclub zu Gemüte führt? Gut, es gibt Fernsehgelder für die Anstrengungen. In den hinteren Regionen der Liga dürften das gut 500 000 Franken pro Saison sein.

Doch allein der Ausbau der Flutlichtanlage kostet 700 000 Franken. Die, und das ist der Gipfel der Frechheit, auch noch die Steuerzahler aus Rapperswil und Jona berappen müssen. Denn das Stadion Grünfeld gehört der Stadt, nicht dem FC. Auch Chiasso oder Wil stecken in dieser Situation. Weder kurz- noch langfristig wird es in der Schweiz 20 Vereine geben, die den Anforderungskatalog der SFL für Super League und Challenge League erfüllen können. Die Lösung kann nur eine Anpassung der Regeln an die Realität sein.

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