Gommiswald

IG nimmt Schulschliessung «zur Kenntnis»

Gleich zwei gewichtige Geschäfte stehen an der Bürgerversammlung vom 13. Mai in Gommiswald an: der Projektierungskredit für das neue Feuerwehrdepot und jener für die Erweiterung der Schulanlage Ernetschwil.

Ein Anbau südöstlich an das bestehende Schulhaus ging aus einer Machbarkeitsstudie als optimale Variante hervor. Der südöstliche Teil des Schulhauses und das alte Gemeindehaus weichen diesem Anbau. Unten im Bild der Pavillon (links), daneben das Mehrzweckgebäude.

Ein Anbau südöstlich an das bestehende Schulhaus ging aus einer Machbarkeitsstudie als optimale Variante hervor. Der südöstliche Teil des Schulhauses und das alte Gemeindehaus weichen diesem Anbau. Unten im Bild der Pavillon (links), daneben das Mehrzweckgebäude. Bild: zvg

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Es wird die letzte Gemeindeversammlung von Peter Göldi als Gemeindepräsident von Gommiswald sein. Und sie dürfte spannend werden. Der Gemeinderat beantragt einen Projektierungskredit von 295 000 Franken für den Um- und Ausbau der Schulanlage Ernetschwil. Das Geschäft war ursprünglich für die Bürgerversammlung im Herbst vorgesehen, wurde dann aber vertagt, weil sich der Gemeinderat «mehr Zeit zum Dialog» lassen wollte, wie Gemeindepräsident Peter Göldi damals sagte.

Mit dem Ausbau in Ernetschwil geht die Schliessung des Schulstandorts im Ortsteil Gebertingen einher, und damit sind längst nicht alle einverstanden. Die Pläne riefen die IG Pro Schulhaus Gebertingen auf den Plan. Sie verlangt den Status quo beim Schulbetrieb für die nächsten fünf Jahre. Die Schulstandorte Gommis-wald, Ernetschwil, Gebertingen und Rieden sollen während dieser Zeit bleiben, wie sie sind. Zudem solle der Gemeinderat eine Strategie über die nächsten fünf Jahre und ein ganzheitliches Konzept ausarbeiten, so die Forderung.

«Strategie liegt schon vor»

Für den Gemeinderat ist ein solches Moratorium indessen keine Option, wie er in seiner Antwort auf die Petition der IG schreibt. «Durch die Bewahrung des Status quo werden keine Probleme gelöst und keine Strukturen optimiert. Die Lösung der zahlreichen Mängel wird nur verschoben. Dasselbe gilt für ein Investitionsmoratorium», heisst es dazu im Gemeindeblatt. Zudem sei die Forderung nach einer Strategie bereits erfüllt. Diese liege nämlich bereits seit Herbst 2014 vor.

Die IG-Mitglieder erfuhren die Stellungnahme der Behörden bereits vor rund einer Woche. Schul- und Gemeindebehörde hatten sie zu einem Gespräch eingeladen. Wie das Treffen dann verlaufen sei, davon sei man enttäuscht, sagte Marietta Ryf von der IG auf Anfrage. Zu einem wirklichen Austausch sei es nicht gekommen. «Es wurden uns nur die Stellungnahmen der Behörden aus dem Gemeindeblatt vorgelesen. Wir fühlen uns nicht ernst genommen.»

IG will noch abwarten

Wie die IG weiter verfahren wird, ist noch offen. «Wir nehmen die Schliessung zur Kenntnis», sagte Regina Rüegg. Ob die IG an der Bürgerversammlung einen Antrag stellen wird, wollen die Mitglieder nach der Informationsveranstaltung vom 22. März in Ernetschwil entscheiden. Den Ernetschwilern jedenfalls ist viel daran gelegen, dass ihr Standort erhalten und neben Gommiswald als wichtiger Schulstandort ausgebaut wird. Durch den Um- und Ausbau will die Gemeinde den Schulstandort Ernetschwil langfristig stärken und «erhebliche betriebliche Defizite der Schulanlage beseitigen. Zudem könne der Schulbetrieb, der heute auf fünf verschiedene Liegenschaften in Ernetschwil und Gebertingen verteilt ist, zur Hauptsache auf das Schulhaus Ernetschwil konzentriert werden. Insgesamt wird der Finanzbedarf grob auf rund 3 Mio. Franken geschätzt. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 04.03.2016, 15:43 Uhr

Info

Informationsveranstaltung zum geplanten Ausbau der Schulanlage Ernetschwil: 22. März, 18.30 Uhr Besichtigung, 19.30 Uhr Informationen zu den Liegenschaften.

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