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Eine gefährliche Taktik des Stadtrates

Redaktionsleiter Conradin Knabenhans zum Entscheid des Stadtrats von Rapperswil-Jona die Planung für die neuen Eisanlagen im Lido zu stoppen.

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Der Projektstopp für neue Eisanlagen im Lido kommt nicht ganz überraschend. 45 Millionen Franken wären viel – aber ob es mit einem geteilten Projekt aus Schwimmbad und Eisfeldern letztendlich billiger würde,ist für mich offen.

Die Taktik der getrennten Wege ist gefährlich. Weniger wegen der Standortfrage einer neuen Eis-Trainingshalle, sondern ­wegen der Abstimmung überdas Schwimmbad. Das bisherige Projekt hatte nicht zuletzt vor dem Stimmvolk bisher gute ­Karten, weil viele Sportarten gleichermassen profitierten. ­Namentlich auch der mächtige Eishockeyclub. Dieser steht nun alleingelassen da und muss weiter auf zeitgemässe Trainingsplätze warten. Fraglich ist, ob die Mitglieder des Clubs unter diesen Voraussetzungen ebenso zahlreich und wohlgesinnt an die Bürgerversammlung strömen wie bei der letzten Abstimmung. Wenn nicht, ist die Gefahr gross, dass man dem Schwimmprojekt noch vor der Urnenabstimmung eine Abfuhr erteilt.

Der Stadtrat muss sich derweil die Frage gefallen lassen, ob man 2016 wirklich alles richtig gemacht hat oder zu spät den überbordenden Wünschen einen Riegel geschoben hat. Nicht zuletzt ist die Eisplanung im Lido jetzt vorerst gestorben, weil die Ver­eine im Sockel der Bootshalle ­immer noch mehr unterbringen wollten.

Erstellt: 12.09.2017, 08:19 Uhr

Conradin Knabenhans, Redaktionsleiter Ausgabe Obersee

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