Kaltbrunn

Idyllisch und wild: Die Alpabfahrt in Kaltbrunn

An der Alpabfahrt in Kaltbrunn sind rund 200 Tiere in Begleitung von Bauern, Freunden und Bekannten von den Alpen Gheist und Wengi zurückgekehrt. Mit einem Fest wurde das geschmückte Vieh von der Gemeinde empfangen und gefeiert.

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Alle Jahre wieder - rund 200 Tiere sind am Freitag bei der traditionellen Alpabfahrt in Kaltbrunn zurück auf die Bauernhöfe gebracht worden. «Alle Tiere haben den heissen Sommer auf den beiden Alpen unversehrt überstanden», berichtet Daniela Brunner, Präsidentin der Ortsgemeinde Kaltbrunn auf Anfrage.

Die Temperaturen hielten die beiden, von der Ortsgemeinde beschäftigten Älpler aber auf Trab: «Wasservorräte wurden von Alp zu Alp transportiert und geteilt», erzählt Brunner weiter. Die trockene Weidefläche wurde aber erst gegen Ende des Sommers zum Problem. Deshalb musste das Vieh von der höher gelegenen Alp Gheist den ersten Teil der Alpabfahrt vorzeitig starten und bereits einige Tage früher als geplant auf die tiefer gelegene Alp Wengi umziehen.

Über 30 freiwillige Helfer

Von dort aus machten sich beide Herden am Freitag gemeinsam auf den Weg ins Tal. «Mehrheitlich auf Kies und geteerten Strassen führen die Begleiter die Herde hinunter», weiss Brunner.

Neben den beiden verantwortlichen Älplern fanden sich über 20 hilfsbereite Bauern, Freunde und Verwandte ein, um die Tiere hinunter zu begleiten. Die prachtvoll geschmückten Tiere wurden auf der Wiese der Familie Zahner in Kaltbrunn bereits erwartet und mit Freude in Empfang genommen. Während die Bauern ihr Vieh auf der grossen Weide abholten, genossen die Besucher die Festwirtschaft der Bauernfrauen. Mit grossem Engagement stellt die Ortsgemeinde gemeinsam mit über 30 freiwilligen Helfern alljährlich ein Fest zur Feier der Alpabfahrt auf die Beine. Gegen Ende des Nachmittags löste sich die Gesellschaft dann allmählich auf.

(Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 07.09.2018, 17:37 Uhr

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