Klosterserie, Tag 2

Das Kloster mit der besten Aussicht

Das Kloster Rapperswil ist seit 25 Jahren ein Kloster zum Mitleben. ZSZ-Redaktorin Olivia Tjon-A-Meeuw verbringt eine Woche dort und berichtet hier täglich von ihren Erlebnissen.

Das Zimmer von ZSZ-Redaktorin Olivia Tjon-A-Meeuw im Kloster Rapperswil hat nicht viel gemeinsam mit einer Zelle.

Das Zimmer von ZSZ-Redaktorin Olivia Tjon-A-Meeuw im Kloster Rapperswil hat nicht viel gemeinsam mit einer Zelle. Bild: Olivia Tjon-A-Meeuw

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Vor der Pforte des Klosters Rapperswil hängt ein Kreuz. Zieht man daran, läutet im Innern ein Glöckchen. Daraufhin öffnet der Pförtner die Türe und man ist im warmen Kloster. Am Sonntagnachmittag läuten die ankommenden Gäste allerdings vergebens. Wir schauen uns verwirrt an. Sind wir zu früh? Sind alle Bewohner des Klosters ausgeflogen? Doch einer der Gäste greift beherzt zum Telefon und ruft ins Kloster an. Dann wird die Türe auch geöffnet und wir werden herzlichst empfangen. Schnell wird klar, dass alle Gäste ausser mir, zum wiederholten Male ins Kloster einziehen. Ein Gast aus Deutschland ist seit 2000 sogar fast jährlich hier. Die Rückkehrer werden von den Brüdern und Schwestern freudig willkommen geheissen, auch wenn der eine oder andere Name gerade nicht in den Sinn kommen will. Die Szene macht klar, dass im Kloster viel gelacht und geschwatzt wird.

Bevor wir eine Einführung ins Klosterleben erhalten, werden wir auf unsere Zimmer geführt. Und wer sich darunter eine kleine Zelle vorstellt, liegt falsch. Es ist ein helles und warmes Zimmer. Und ich bin ziemlich sicher, dass es grösser ist, als mein Zimmer zuhause. Die bessere Aussicht hat es auf jeden Fall: Direkt auf den See und den Damm. Ich verbringe einige Zeit damit, aus dem Fenster zu schauen. Ich reisse mich aber dann doch los, denn ich will den Rundgang nicht verpassen. Schlussendlich kriege ich eine private Tour durch das Kloster, weil sich alle anderen schon auskennen. Glücklicherweise ist alles angeschrieben, inklusive meines Zimmers. Trotzdem gibt es Momente, wo ich an einer Kreuzung stehe, und mich kurz frage, ob ich nun nach unten oder doch nach links müsste.

Zum Glück sind die Bewohner des Klosters sehr hilfsbereit. Insbesondere auch, wenn man das Waschbecken im Zimmer nicht findet, weil es im Schrank versteckt ist.
Das Kloster Rapperswil ist seit 25 Jahren ein Kloster zum Mitleben. ZSZ-Redaktorin Olivia Tjon-A-Meeuw verbringt eine Woche dort und berichtet hier täglich von ihren Erlebnissen. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 04.12.2017, 16:19 Uhr

Olivia Tjon-A-Meeuw, ZSZ-Redaktorin

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