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Hommage an Constantin Polastri

Diana und Marco Pollastri luden in die Alte Fabrik, zur Vernissage der Ausstellung über das Schaffen ihres Vaters.

Polastris Bilder in den charakteristisch bunten und heiteren Farben stiessen beim Publikum auf grosses Interesse.
Polastris Bilder in den charakteristisch bunten und heiteren Farben stiessen beim Publikum auf grosses Interesse.
Manuela Matt

Als Vertreterin der Geberit-Stiftung für Kultur begrüsste Christa Gebert die Gäste. Der Anlass schien eine Art Freundestreffen mit regen Diskussionen zu sein. Immer wieder fiel der Name des Künstlers. Er genoss grosse Wertschätzung in der Region. Von seinen 2500 Bildern hängen wohl etliche in hiesigen Stuben.

Sohn Marco Pollastri erzählte von reichhaltigen Nachlass an Zeichnungen und Skizzen des Vaters. Bei den Geschwistern reifte die Idee einer Ausstellung seines Lebenswerks. Polastri blieb seinem Malstil hartnäckig treu. Seine Bilder seien, so erklärte er, eine Art Gegenbilder in einer Welt, die Luft und Wasser verschmutze, alles zubetoniere und die Menschen kaputt mache.

San Remo war mehr als zweite Heimat

Polastris Anfänge als Kunstmaler waren hart, von Entbehrungen geprägt. Als anerkannter Maler erweiterte er seinen Wohnsitz: Hombrechtikon und San Remo. Er fühlte sich, als mediterraner Mensch, in San Remo sehr wohl – Meer, Wärme, Licht, Düfte und sprühendes Leben. Das lieferte Inspiration. Viele der buntesten Bilder entstanden in der Villa d’Artisti. Künstlerfreunde gingen ein und aus.

Ein schöpferisches Leben würdigen

Tochter Diana widmete sich den Nachlass in Kisten und Schachteln, ein zeitaufwändiges Unternehmen. «Sichten, auswählen und zusammenstellen für die Ausstellung war eine Reise in meine Vergangenheit, verbunden mit vielen Emotionen», sagt sie.

Jetzt sind die Geschwister glücklich über die Ausstellung und danken allen Helfern und Helferinnen. Mit klassischer Musik beglückten Stefanie Maurer am Cello und Oriana Christen, Violine die Besucher. Marco Pollastri erzählte, sein Vater habe immer bei klassischer Musik gemalt. Als Kind habe er das nicht verstanden, im jetzigen Alter schon eher.

Polastris Atelier wurde nachgestellt – unzählige Farbtuben und Pinsel. Der Künstler malte oft im Freien, in direktem Kontakt mit einer Landschaft. Die Besucher liessen sich Zeit bei der Betrachtung der lebensfrohen Bilder. Niemand würde vermuten, dass Polastri, geprägt von einer schwierigen Kindheit als Verdingkind, melancholische Züge in sich trug. Schönheit und Harmonie zu malen erfüllte ihn und gefiel den Kunstfreunden.

Diana Pollastri gedenkt, ein Buch mit Vaters Zeichnungen und Skizzen zu gestalten. Die Villa in San Remo wird restauriert und soll weiterhin ein Refugium malender Künstler bleiben.

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