Rapperswil-Jona

Heizpilze lassen Restaurants kalt

Das Polizeireglement ist neu aufgelegt worden. Heizpilze sollen nun verboten werden. Betroffen von der neuen Regelung sind vor allem Raucher und Wirte. Doch letztere verzichten ohnehin schon grösstenteils auf die Heizgeräte.

Der Stadtrat von Rapperswil-Jona will Heizpilze endgültig verbieten. Die Wirte in der Rosenstadt sehen dem Verbot grösstenteils gelassen entgegen.

Der Stadtrat von Rapperswil-Jona will Heizpilze endgültig verbieten. Die Wirte in der Rosenstadt sehen dem Verbot grösstenteils gelassen entgegen. Bild: Archiv / Johanna Bossart

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Heizpilze sollen in Rapperswil-Jona nicht mehr erlaubt sein. Nachdem in der Region vor einigen Jahren schon einmal über den zweifelhaften Gebrauch von Heizpilzen diskutiert wurde, will der Rapperswil-Joner Stadtrat sie nun endgültig verbieten. Das neue Polizeireglement sieht vor, dass die Benützung von Heizstrahlern, Heizpilzen und dergleichen in Aussenwirtschaften nicht gestattet ist.

Grund dafür: Die Heizstrahler sind energetisch sehr ineffizient. Der Grossteil der produzierten Wärme gelangt in die Luft, während nur ein kleiner Rest die Menschen in der näheren Umgebung wärmt. Ausserdem würden auch sicherheitstechnische Aspekte eine Rolle spielen, meint Roland Meier, Ressortleiter Sicherheit der Stadt Rapperswil-Jona. Die Heizkörper seien mit den Brandschutzbestimmungen nicht mehr vereinbar. Man habe das Reglement nun an die kantonalen Bestimmungen angepasst.

Meistens kein Problem

Heizstrahler sind erst mit dem Rauchverbot richtig aufgekommen. Seitdem müssen diejenigen, die sich nach dem Essen einen Glimmstängel anzünden möchten, meistens nach draussen ausweichen. Bereits 2011 gab es hierzu Diskussionen. Die Wirte wollten trotz Kritik nicht auf die Geräte verzichten. Mittlerweile haben sich die Wogen allerdings geglättet. Die meisten Restaurants in Rapperswil-Jona brauchen die Heizstrahler schon lange nicht mehr oder haben sie noch nie benutzt, wie Nachfragen zeigen.

Auch am Christkindlimärt ändert sich nicht viel. Dort seien die Umweltsünder noch nie erlaubt gewesen, erklärt Reto Klotz, Präsident des Organisationskommitees des Marktes.

«Decken reichen nicht»

Eine Ausnahme ist das italienische Restaurant La Scala in Rapperswil. Der Gastrobetrieb am See stellt in den kühlen Winternächten Heizstrahler auf. Decken könne man zwar auch anbieten, aber die würden nicht reichen, meint Piero Francabandiera, Gründer von La Scala. Für ihn sei dieser Entscheid ein Blödsinn. «Das können sie nicht machen. Was sollen wir denn dann machen? Zumachen?» Man müsse den Kunden ja den Service anbieten, nachdem ja schon das Rauchen verboten wurde. (has)

Erstellt: 12.09.2017, 17:26 Uhr

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