Rapperswil

Guggen begleiten den Hofnarren zum Tanz

Am Samstag vor dem Schmutzigen Donnerstag ist in der Rapperswiler Altstadt jeweils grosses Fasnachtstreiben angesagt.

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Pünktlich um 20.11 Uhr am Samstagabend ging das Spektakel bei der Schlosstreppe in Rapperswil los. Die Lichter wurden gelöscht und Fackeln angezündet. Der Schlossnarr erschien in seinem weissen Gewand mit roter Schleife und der Hörnermaske. Begleitet von mehreren Fackelträgern, schritt er die Treppe hinunter auf den Hauptplatz, wo die Fasnächtler und Fasnachtsfreunde schon auf ihn warteten.Begleitet von den Perkussionisten der verschiedenen Guggen, tanzte der Schlossnarr durch die Menge. Nach ein paar Minuten war das Spektakel schon wieder vorbei und der Narr von der Bildfläche verschwunden. Der Schlossnarr hat eine lange Tradition. Seit in Rapperswil die Fasnacht gefeiert wird, besteht diese. Jedoch mit einem längeren Unterbruch. Vor zehn Jahren hat die Schellegoggi-Zunft, die für die Rapperswiler Fasnacht verantwortlich ist, den Brauch wieder eingeführt. Wer unter der Schlossnarrenmaske steckt, ist jeweils ein Geheimnis. «Es muss ein Mann sein, und er sollte etwas Taktgefühl haben», sagte Urs Ingold von der Zunft. Mehr verriet er nicht.

Schnitzelbänkler aus Basel

Neu war dieses Jahr der Sternmarsch. Bevor der Schlossnarr auf der Bildfläche auftauchte, ­kamen elf Guggenmusiken aus vier verschiedenen Richtungen und versammelten sich auf dem Hauptplatz. Der Sternmarsch wurde eingeführt, um den Samstagabend noch mehr zu beleben. Wie Urs Ingold sagte, ist der Samstagabend des Fasnachtswochenendes generell eher schwieriger, was die Besuchenden angeht. Der Sternmarsch kam beim Publikum wie auch bei den Guggen, die auch aus dem Ausland anreisten, gut an.

Vor und nach dem Höhepunkt kurz nach 20 Uhr spielten die Guggen in verschiedenen Beizen. Auch einige Schnitzelbänkler ­waren unterwegs. So auch «Diä Fusioniertä»: Die Gruppe thematisierte den neu gewählten US-Präsidenten Trump, widmete sich aber auch regionalen und ­lokalen Themen wie dem neuen Stadtpräsidenten oder dem Verkehrsverein, der am Weihnachtsmarkt mit seiner grossen Hütte auffiel. Für einmal waren auch Schnitzelbänkler aus der Fasnachtshochburg schlechthin, aus Basel, in Rapperswil anzutreffen.

(Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 19.02.2017, 18:30 Uhr

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