Gommiswald

Grünes Licht für das Feuerwehrdepot dank Landabtausch

Nach langen und zähen Verhandlungen zeichnet sich im Knatsch um das geplante Feuerwehrdepot eine Lösung ab. Die politische Gemeinde erhält von der Ortsgemeinde den gewünschten Boden beim Parkplatz Dorf – und tritt im Gegenzug ebenfalls Land ab. Allerdings hat dieses weniger Wert.

Das neue Feuewehrdepot soll südlich des Parkplatzes Dorf in Gommiswald gebaut werden. Nun kann der Gemeinderat weiterplanen.

Das neue Feuewehrdepot soll südlich des Parkplatzes Dorf in Gommiswald gebaut werden. Nun kann der Gemeinderat weiterplanen. Bild: Archiv Manuela Matt

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Ob sich die beiden Parteien je einig werden würden, stand lange Zeit in den Sternen. Kern der langwierigen Verhandlungen zwischen Orts- und politischer Gemeinde Gommiswald war das Land für das geplante, neue Feuerwehrdepot. Mit einem Kauf- beziehungsweise Tauschgeschäft konnten sich die beiden Räte in einer Aussprache nun auf einen Kompromiss einigen, teilten sie am Donnerstag mit. Und der geht so: Die politische Gemeinde erhält von der Ortsgemeinde wie gewünscht das 2200 Quadratmeter grosse Land südlich vom Parkplatz Dorf.

Ursprünglich wollte die Ortsgemeinde das Land nur im Baurecht abgeben, die politische Gemeinde hingegen wollte es kaufen. Im Gegenzug für die Landabgabe erhält die Ortsgemeinde nun von der politischen Gemeinde rund 15 000 Quadratmeter Landwirtschaftsland im Kiesabbaugebiet «Cher». Dieses sei aktuell an einen Bauern verpachtet, sagt Gemeindepräsident Peter Hüppi.

Kanton legt den Preis fest

Weil jenes Land jedoch weniger Wert hat als das Grundstück beim Parkplatz Dorf – Letzteres liegt in der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen – haben sich die Parteien auf eine Ausgleichszahlung geeinigt. Wie viel Geld zusätzlich in die Kasse der Ortsgemeinde fliessen wird, sei noch offen, sagt Hüppi. Zuständig für Bodenpreise sei das kantonale Landwirtschaftsamt. Die Ersatzzahlung dürfte bei einem von Hüppi genannten Quadratmeterpreis von 100-150 Franken (Parkplatz Dorf) gegenüber rund 5 Franken (Kiesabbaugebiet) bei mindestens 150 000 Franken liegen.

Über den Landabtausch zeigen sich die beiden Parteien zufrieden. Auf dem Tisch liege eine «faire und für beide Seiten gut tragbare Lösung», sagt Hüppi. Und auch Roman Bernet, Präsident der Ortsgemeinde, zieht ein positives Fazit. Der Landzuwachs sei für die Ortsgemeinde ein Gewinn, sagt er und erklärt: Als Nicht-Landwirt sei es kaum möglich, Landwirtschaftsland zu erwerben. Die rund 15 000 Quadratmeter im Kiesabbaugebiet Cher werde die Ortsgemeinde einem Landwirt weiterverpachten.

Als nächstes werden die Verträge ausgearbeitet und beiden Räten unterbreitet. Auf Seiten der Ortsgemeinde wird der Landabtausch vermutlich dem fakultativen Referendum unterliegen.

Die politische Gemeinde ihrerseits will nun den Bau des Feuerwehrdepots vorantreiben. Ein Bezug des Neubaus bis 2019, wie ursprünglich geplant, sei aus heutiger Sicht allerdings «ein sportliches Ziel», sagt Hüppi.

Auf die Frage, ob die Verhandlungen auch deswegen so lange gedauert haben, weil sich Hüppi und Bernet im Wahlkampf um das Gemeindepräsidium einst als Konkurrenten gegenüberstanden, verneint Hüppi: «Da stehen wir längst drüber.» Bernet sagt dazu: «Keine Aussage».

(Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 13.07.2017, 17:50 Uhr

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