Rapperswil-Jona

Grossprojekt Schachen nimmt Gestalt an

Das Architekturbüro Niedermann Sigg Schwendener baut für die Stadt im Schachen ein luftiges Ensemble aus Pflegezentrum und Alterswohnungen. Das Megaprojekt kostet rund 90 Millionen Franken.

Blick in den vielseitig nutzbaren grünen Korridor zwischen Pflegezentrum und Alterswohnungen.

Blick in den vielseitig nutzbaren grünen Korridor zwischen Pflegezentrum und Alterswohnungen. Bild: Visualisierung zvg

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Es wirkt wie ein kleines Dorf in der Stadt: Das Zentrum Schachen kommt im Siegerprojekt Orion grün, belebt und luftig daher­. Passend zur dörf­lichen Struktur sind in den unteren Etagen­ der Wohnhäuser Läden und andere Dienstleistungs­zentren denkbar. Dadurch sollen die Menschen, die dereinst ihren Lebens­abend im Schachen verbringen werden, alles Nötige in unmittelbarer Nähe vorfinden, erklärte Matthias Mächler, Prä­sident der Ortsgemeinde Rapperswil-Jona, an der Medienorientierung vom Mittwoch. An dieser wurde das Siegerprojekt des Architekturwettbewerbs vorgestellt.

Der Entwurf der Zürcher Archi­tekten Niedermann Sigg Schwendener und der Landschaftsarchitekten Krebs und Herde GmbH sieht im Süden des 23 000 Quadratmeter grossen Areals das Pflege­zentrum vor. Dieses soll viergeschossig werden und 168 stationäre Pflege­plätze bieten. Stadtpräsident Mar­tin Stöck­ling (FDP) betonte an der Medienkonferenz die zen­trale Lage des geplanten Alterszen­trums. «Mit der Positionierung im Schachen schliessen wir Menschen­ in dieser Lebens­phase nicht aus.»

Offener Begegnungsort

Im Norden und Osten des Pflegezentrums sollen in drei Gebäuden insgesamt 60 hindernis­freie Alterswohnungen entstehen. Die Appartements verteilen sich auf drei Stockwerke sowie ein Attikageschoss. Die lichtdurchfluteten Wohnungen sollen ohne fixen Ser­vice gemietet werden können. Einzelne Leistungen wie das Auffüllen des Kühlschranks könnten «à la carte» dazu bezogen werden, wie Matthias Mächler erklärte.

Zwischen den einzelnen Gebäu­den ist viel Grünraum geplant­. Wie die Visualisierungen des Sieger­teams zeigen, soll ein Quartiersträsschen von der im Norden gelegenen Zwinglistrasse bis zur Eichwiesstrasse führen. Die­ser alleen­artige, grüne Korridor wird jedoch für den Individualverkehr gesperrt sein. Vielmehr soll dieser «Jardin Corridor», wie die Architekten ihn nennen, als offener Begegnungsort fungieren.

Mangel an Pflegeplätzen

Das neue Alterszentrum ist ­nötig, da die bestehenden Pflegeinfrastrukturen der Stadt die heu­tigen Anforderungen nur noch teilweise­ erfüllen. Ins­beson­dere das Pflegezentrum Meienberg ent­spreche dem heutigen Standard nicht mehr, wie Mar­tin Stöck­ling festhielt. Zudem ­steige die Nachfrage nach soge­nann­ten Alterswohnungen, die immer öfter das klassische Altersheim­ ablösen.

Auch die demografische Entwicklung fordere einen Neubau; bis ins Jahr 2030 rechnet die Stadt mit einer Zunahme um rund 100 Pflegeplätze. Mit dem Zentrum­ Schachen könne man diesen Bedarf abdecken, hielt Stöck­ling fest.

Im Idealfall wird dieser «grosse Wurf» bereits im Jahr 2022 realisiert­. Möglicherweise sei er aber auch erst ein Jahr später fertiggestellt, sagte Bauchef Thomas Furrer (parteilos). Die Kosten für das Pflege­zentrum belaufen sich auf rund 60 Millionen Franken; die Alterswohnungen kosten 25 bis 30 Millionen Franken. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 14.12.2017, 09:04 Uhr

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