Rapperswil-Jona

Grosse Diskussion um den Umbau der Kirche

Die Stimmbürger der Evangelischen Kirchgemeinde bewilligten erst nach langen Diskussionen einen Planungskredit für den Umbau und die Erweiterung der Kirche an der Zürcherstrasse.

Die letztmals im Jahr 1954 umgestaltete Kirche an der Zürcherstrasse soll für 3,8 Millionen Franken den heutigen Bedürfnissen angepasst werden.

Die letztmals im Jahr 1954 umgestaltete Kirche an der Zürcherstrasse soll für 3,8 Millionen Franken den heutigen Bedürfnissen angepasst werden. Bild: Patrick Gutenberg

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Wegen des plötzlichen Todes von Kirchgemeindepräsident Peter Bosshard führte die Vizepräsidentin Margrit König erstmals durch die Versammlung. Es war aber auch gleichzeitig ihr letzter Auftritt in dieser Position, denn sie wird nach zwölf Jahren Mitwirkung in der Kirchenvorsteherschaft ihr Amt Ende Juni abgeben. 105 evangelische Bürger, das sind gerade mal knapp über zwei Prozent der Stimmberechtigten, diskutierten gestern Abend über die Rechnung, das Budget und vor allem über den Planungskredit für den Ausbau und die Erweiterung der Kirche in Rapperswil.

Neue Präsidentin gewählt

Für die neue Amtszeit 2018 bis 2022, welche am 1. Juli beginnt, standen einige Wahlen an. Mit Yvonne Greis und Nathalie Billeter wurden zwei neue Kirchenvorsteherinnen gewählt, welche die Ressorts Hauswirtschaft und Diakonie übernehmen. Die neue Präsidentin stammt aus den eigenen Reihen. Beatrix Bock ist seit vier Jahren Mitglied der Kirchenvorsteherschaft und wird künftig das Gremium leiten. Auch wurden die Delegierten in die kantonale Kirchensynode sowie die Mitglieder der Geschäftsprüfungskommission gewählt.

Die Jahresrechnung 2017 der Evangelischen Kirchgemeinde schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 418 576 Franken. Finanzvorstand Jörg Heiniger erklärte, dass tiefere Aufwände beim Personal sowie höhere Erträge bei den Steuern zum guten Resultat führten. Der Gewinn soll für Rückstellungen, Amortisationen und für ein Missionsprojekt verwendet werden. Die Rechnung 2017 und das Budget 2018 wurden von der Versammlung einstimmig gutgeheissen.

Das Kreuz mit der Kirche

Beim letzten Traktandum war es dann mit der Einstimmigkeit vorbei. Einmal mehr sorgte die geplante Sanierung und Erweiterung der Kirche an der Zürcherstrasse für Zündstoff. Gleich zu Beginn der Diskussion stellte Johanna Krapf den Antrag, den Projektierungskredit zurückzuweisen und zuerst ein Gottesdienst- und Nutzungskonzept zu erstellen. Einige Votanten sprachen sich mit flammenden Reden gegen den Umbau aus. Zu teuer, zu gross oder zu unüberdacht sei der geplante Anbau. Sie forderten einen weiteren Halt in der Planung. Pfarrer Heinz Fäh rüffelte «die mutlose Gemeinde» und zeigte auf, dass sich die Planungskommission sehr wohl etwas überlegt hat. Es sei sehr viel Fachwissen von Planern und Nutzern der Kirche in das Projekt eingeflossen, erklärte der zuständige Kirchenvorsteher Felix Rosenfeld.

Als dann Architekt Ernst Strebel die Vision der Umgestaltung bildlich und ausführlich erklärte, verstanden auch die Kirchbürger die Zusammenhänge besser. Wegen der detaillierten Ausführungen des Architekten fand der Rückweisungsantrag kein Gehör. Schlussendlich genehmigten die Stimmbürger erst nach 22.30 Uhr mit wenigen Gegenstimmen den Projektierungskredit über 300 000 Franken für den Kirchenumbau und die Erweiterung. Damit kann die Planung nun zügig an die Hand genommen werden. Über den Ausführungskredit wird dann an der nächsten Versammlung abgestimmt. ()

Erstellt: 27.03.2018, 09:16 Uhr

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