Zum Hauptinhalt springen

Gommiswald organisiert Schulstandorte neu

Die Gemeinde will die Schulstandorte Ernetschwil und Gommiswald stärken. Gefährdet ist deshalb mittelfristig der Schulstandort Rieden.

Der Standort Rieden steht langfristig auf der Kippe. Aktuell werden dort laut der Gemeinde rund 40 Kinder beschult.
Der Standort Rieden steht langfristig auf der Kippe. Aktuell werden dort laut der Gemeinde rund 40 Kinder beschult.
Archiv zsz

Die Schülerzahlen sinken, und an den Unterricht werden neue pädagogische Anforderungen gestellt. Für den Gemeinderat von Gommiswald sind das zwei wichtige Gründe, die Schulstandorte neu zu organisieren. Denn die Zahlen sind eindeutig: Vor zehn Jahren waren es noch über 770 Schulkinder, die im Einzugsgebiet von Gommiswald lebten und dort die Schule besuchten. Heute sind es nur noch rund 550 Kinder.

Der Schulbetrieb soll in Zukunft auf die beiden Standorte Ernetschwil und Gommiswald konzentriert werden. Wie der Gemeinderat in einer Mitteilung schreibt, will man deshalb in den Standort Ernetschwil investieren und ihn durch Um- und Neubauten aufwerten. Zuvor hatte die Gemeinde bereits in den Standort Gommiswald investiert.

Standort Rieden gefährdet

Anders sieht es mit dem Standort Rieden aus. In der Medienmitteilung heisst es: «Der Schulstandort Rieden bleibt solange, wie es pädagogisch und qualitativ vertretbar ist, erhalten.» Damit ist klar: Rieden steht langfristig auf der Kippe. Aktuell werden dort laut der Gemeinde rund 40 Kinder beschult. Gemeindepräsident Peter Göldi (CVP) gibt sich diplomatisch: «Wir hoffen, dass die Schülerzahlen in Rieden wieder steigen.» Aktuell gebe es keinen Zeitplan, wann die Schule geschlossen würde.

Bereits im Januar hatte der Gemeinderat darüber informiert, den Standort Gebertingen voraussichtlich auf das Schuljahr 2017/18 zu schliessen. Einen Vorteil habe der Standort Rieden jedoch, sagt Gemeindepräsident Göldi. Zwar werde bereits heute in gemischten Klassen unterrichtet, Rieden habe aber im Vergleich zu Gebertingen eine komplette Infrastruktur zur Verfügung. Die Gebertinger Schüler müssen für das Turnen, die musikalische Grundbildung oder die Handarbeit nach Ernetschwil fahren.

Der Gemeinde stehen grosse Investitionen bevor. Im November kann das Stimmvolk an der Bürgerversammlung über einen Projektierungskredit für das geplante Bauprojekt in Ernetschwil entscheiden.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch