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Gemeinden wollen Machbarkeit für Linth-Fähre prüfen

Ein Verein treibt die Idee einer neuen Verbindung zwischen St. Gallen und Schwyz voran. Zwischen Tuggen und Schmerikon soll ein Fährbetrieb entstehen. Jetzt unterstützt die Region die Pläne.

Hinter dem Schmerkner Industriegebiet Allmeind könnten dereinst Fähren ablegen. Ein regionaler Verein treibt die Idee voran.
Hinter dem Schmerkner Industriegebiet Allmeind könnten dereinst Fähren ablegen. Ein regionaler Verein treibt die Idee voran.
Archiv Patrick Gutenberg

Wenige Meter trennen die Gemeinde Tuggen im Kanton Schwyz und die Gemeinde Schmerikon im Kanton St. Gallen voneinander. Dazwischen liegt die Linth. Wer zu Fuss von der einen auf die andere Seite gelangen will, benötigt trotz der kurzen Distanz eine gute Stunde. Die nächste Brücke befindet sich bei der Grynau in Uznach. Der Verein «RI – Bidäbii, Regionale Identität OberseeLinth» möchte Tuggen und Schmerikon in den Sommermonaten mit einer Fussgängerfähre verbinden.

Einerseits ist das Projekt als touristische Attraktion gedacht. Andererseits soll die Verbindung das Zusammengehörigkeitsgefühl der regionalen Bevölkerung stärken: die Fähre würde zu einem identitätsstiftenden und verbindenden Element.Die Initianten beabsichtigen, mit der Fähre unterhalb der Schmerkner Gross-Allmeind anzulegen, bei der Clubhütte des Vereins «Hundesport Linth». Von dort aus sind öffentliche Verkehrsmittel sowie gastronomische Angebote zu Fuss innert 20 bis 30 Minuten erreichbar. Die Fährverbindung könnte auch als direkte Wegerschliessung des Oberseerundweges dienen, den die Agglo Obersee realisieren möchte, wie es in einer Mitteilung heisst.

Machbarkeitsstudie gefordert

Die Linthkommission verlangt von den Initianten eine professionelle Abklärung zur technischen Machbarkeit des Fährbetriebs. Der Verein «RI – Bidäbii, Regionale Identität OberseeLinth» hat sich an die Region ZürichseeLinth gewandt und um einen Unterstützungsbeitrag ersucht.

Anlässlich ihrer Mitgliederversammlung hat der Gemeindeverbund das Gesuch gutgeheissen und beschlossen, die Kosten für die Vorabklärungen in der Höhe von maximal 8000 Franken zu übernehmen.

Machbarkeitsstudie geplant

Die Region ZürichseeLinth sieht das Engagement als finanziellen und ideellen Beitrag zur Förderung der regionalen Identität, heisst es in der Mitteilung. Gleichzeitig macht die Region Zürichsee Linth jedoch darauf aufmerksam, dass eine allfällige Realisierung des Projekts nicht substanziell von ihr getragen werden kann sondern breit abgestützt finanziert werden müsste.

Die Machbarkeitsstudie soll bis Ende 2017 vorliegen. Der Verein «RI – Bidäbii, Regionale Identität OberseeLinth» beabsichtigt, diese zusammen mit dem Finanzierungs- und Betriebskonzept der Linthkommission zur Prüfung einzureichen. Der Start des Fährbetriebs soll frühestens im Sommer 2019 erfolgen. Läuft bei der Machbarkeitsprüfung alles nach Plan, könnte aber schon 2018 ein erster Test-Tag erfolgen.

Pate für die Idee steht die Fähre beim Kloster Fahr im zürcherischen Schlieren. Diese Mini-Fähre funktioniert mit Eisenstangen und ein Seil hält das Boot auf der Linie. Einzig die Strömung treibt das Schiff an.

(ckn/red)

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