Rapperswil-Jona

Gemeinden legen offen, was sie für die Kesb-Klage bezahlen

Die Kosten der Kesb-Klage gegen die Obersee-Nachrichten sind schon länger bekannt. Nun legt die Stadt Rapperswil-Jona aber noch nach und schlüsselt die Kosten nach Gemeinden auf.

Die Klage der Stadt Rapperswil-Jona und des Kesb-Präsidenten Walter Grob (Bild) gegen die Obersee-Nachrichten (ON) kostete bis Anfang Februar rund 280 000 Franken.

Die Klage der Stadt Rapperswil-Jona und des Kesb-Präsidenten Walter Grob (Bild) gegen die Obersee-Nachrichten (ON) kostete bis Anfang Februar rund 280 000 Franken.

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280 000 Franken kostet die Klage der Stadt Rapperswil-Jona und des Kesb-Präsidenten Walter Grob gegen die Obersee-Nachrichten (ON) bereits. Diese Zahl ist schon länger bekannt. Informiert hatte die Stadt vor kurzem auch darüber, dass die neun anderen Gemeinden des Linthgebiets über den normalen Kostenverteilschlüssel an die Klage mitzahlen. Jetzt schaffen die Gemeinden mit einer Medienmitteilung volle Kostentransparenz. Man wolle damit verhindern, dass falsche Zahlen in Umlauf geraten, sagt der zuständige Stadtrat von Rapperswil-Jona Roland Manhart (CVP).

Die Rechnung der Gemeinde geht so: Insgesamt sind bis Anfang Februar 2017 Kosten von rund 280000 Franken entstanden. Für das Jahr 2015 wird ein Betrag in der Höhe von rund 26500 Franken ausgewiesen. Die Stadt übernahm Beratungskosten in der Höhe von rund 2000 Franken, die übrigen Beträge von 24500 Franken wurden nach dem üblichen Kostenteiler auf die der Kesb Linth angeschlossenen Gemeinden verteilt.

Im Jahr 2016 sind Kosten in der Höhe von rund 254000 Franken angefallen. Diese wurden laut der Medienmitteilung wie folgt aufgeteilt: Die Stadt Rapperswil-Jona übernahm als Mitklägerin die Hälfte der Prozesskosten, also 123000 Franken sowie rund 8000 Franken für Beratungsgebühren. Die verbleibenden 123000 wurden der Kesb belastet und ebenfalls nach dem üblichen Verteilschlüssel verrechnet.

Die Stadt übernimmt folglich insgesamt Kosten in der Höhe von rund 193000, die angeschlossenen Kesb-Gemeinden rund 87000 Franken.

Was passiert mit der Klage?

Offen ist derweil, wie es mit der Kesb-Klage konkret weitergeht. Roland Manhart verspricht für die kommenden Tage eine Medienmitteilung. Der Stadtrat hat die Kesb-Klage offenbar erneut thematisiert, nachdem Stadtpräsident Martin Stöckling (FDP) im Kesb-Dossier in Ausstand getreten ist. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 04.04.2017, 16:59 Uhr

Das zahlen die einzelnen Gemeinden. (Bild: ZSZ)

Kesb-Kosten

Der Kostenverteilschlüssel

Die Kosten der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Kesb Linth werden nach einem, zwischen den Gemeinden vereinbarten, Verteilschlüssel aufgeteilt. 25 Prozent der Kosten werden im Verhältnis der Einwohnerzahl gewichtet, 75 Prozent der Kosten im Verhältnis der Anzahl Fälle pro Gemeinde. Dieser Verteilschlüssel wird jährlich angepasst, deshalb ist auch das genaue Verhältnis der finanziellen Klage-Zahlungen pro Gemeinde für die Jahre 2015 und 2016 verschieden.

Markus Schwizer (CVP), Gemeindepräsident von Kaltbrunn und Präsident der Region, betont die einzelnen Kesb-Fälle würden bei den Gemeinden deutlich mehr zu Buche schlagen, als die Kosten für die Klage gegen die ON. Über die finanziellen Folgen durch die Klage seien die Gemeinden informiert worden. (ckn)

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