Amden

Gemeindehaus kann saniert werden

Die Orts- und die politische Gemeinde Amden haben an der ausserordentlichen Bürgerversammlung der Sanierung ihres Verwaltungs- und Mehrzweckgebäudes für 1,81 Millionen Franken zugestimmt.

Das Gemeindehaus in Amden muss dringend saniert werden. Die Gebäudehülle weist grosse Schäden auf.

Das Gemeindehaus in Amden muss dringend saniert werden. Die Gebäudehülle weist grosse Schäden auf. Bild: zvg

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71 politische Bürger und 39 Ortsbürger diskutierten an der Bürgerversammlung vom Montag über die Sanierung des Gemeindehauses. Gemeindepräsident Markus Vogt (BDP) orientierte über Grundlagen, Zahlen, Planung und Termine.

Das Verwaltungs- und Mehrzweckgebäude, meistens als Gemeindehaus bezeichnet, ist in Stockwerkeinheiten aufgeteilt. Stockwerkeigentümer sind die Raiffeisenbank Schänis-Amden, die Ortsgemeinde und die politische Gemeinde Amden. Alle besitzen im Gebäude Büros und je eine Wohnung. Das markante Gebäude wurde im Jahr 1983 eingeweiht. Seit dem Bau wurden die laufenden Unterhaltsarbeiten vorgenommen, aber grössere Investitionen blieben aus. Deshalb wurde nun das Architekturbüro Hans Jöhl beauftragt, einen Kostenvorschlag für eine umfassende Sanierung auszuarbeiten.

Jöhl stellte fest, dass Sonne, Wind und Wetter der Gebäudehülle zugesetzt haben. Um Folgeschäden zu verhindern, muss die Gebäudehülle dringend saniert werden. Bisher war das Estrichgeschoss nicht isoliert. Da das Gebäude seit sechs Jahren an die Holzschnitzelheizung angeschlossen wurde, ist eine Isolation nun sinnvoll. Zudem wird auf der südseitigen Dachfläche eine Photovoltaikanlage montiert.

Bereits budgetiert

Für Vorbereitungsarbeiten sind 169 000 Franken budgetiert. Die Gebäudesanierung schlägt mit 1,37 Millionen Franken zu Buche. Zusammen mit den Kosten für Umgebung und Baunebenkosten ergibt das den Gesamtbetrag von 1,81 Millionen Franken. Vorausschauend hatte die politische Gemeinde im Finanzplan fürs Jahr 2018 bereits Anfangs Jahr einen Betrag von 850 000 Franken aufgenommen. Der Steuerfuss bleibt unverändert. Die politische Gemeinde ist mit 558/1000 an den Unterhaltskosten beteiligt, die Raiffeisenbank mit 246/1000 und die Ortsgemeinde mit 196/1000.

Die Stimmbürger erkundigten sich ausgiebig nach dem relativ bescheiden gehaltenen Unterhaltsfonds, möglichen Mietzinserhöhungen und der Nachhaltigkeit der Investitionen. Architekt Hans Jöhl und Gemeindepräsident Markus Vogt beantworteten die Fragen kompetent und umfassend. Die Abstimmung zeigte ein deutliches Resultat. Nur ein paar wenige Stimmbürger waren gegen die Sanierung, die die politische Gemeinde 926 280 Franken kosten wird.

Die anschliessende Versammlung der Ortsbürger ging schnell über die Bühne. Ortspräsident Benjamin Gmür erläutert kurz die wichtigsten Punkte, worauf «seine» Bürger den Kredit von 325 360 Franken ohne Gegenstimme genehmigen.

Da der Verwaltungsrat der Raiffeisenbank Schänis-Amden der Sanierung bereits zugestimmt hat, kann nun die Baueingabe erfolgen. Die Sanierung soll von Anfang Mai bis Ende September 2018 über die Bühne gehen. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 14.11.2017, 15:44 Uhr

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