Uznach / Schmerikon

Fusion Uznach-Schmerikon auf der Kippe

Die Gemeinden Uznach und Schmerikon gaben heute ihre Empfehlung zur Fusion ab. Uznach ist dafür. Schmerikon dagegen.

Die Fusion Uznach-Schmerikon kommt wohl nicht zustande.

Die Fusion Uznach-Schmerikon kommt wohl nicht zustande. Bild: Google Maps

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In knapp sechs Wochen entscheidet sich, ob Uznach und Schmerikon gemeinsam in die Zukunft ­gehen wollen oder nicht. Weil die Zusage des Kantons zu den Förderbeiträgen erst Ende Juni eintraf anstatt bereits im Mai, verzögerten sich auch die Stellungnahmen der beiden Gemeinderäte. Gestern wurden diese an einer gemeinsamen Pressekonferenz im Feuerwehrdepot Uznach-Schmerikon präsentiert. Dabei wurde klar: Der Uzner Gemeinderat will die Fusion, der Schmerkner hingegen nicht.

Keine zwingenden Gründe

«Trotz unverkennbarer Vorteile in Teilbereichen sind wirklich zwingende Argumente für eine Fusion, die jegliche Nachteile überstrahlen würden, ausgeblieben», lautet die Begründung für das Nein aus Schmerikon. Die Gemeinde sei in der Lage, eigen­verantwortlich und selbstständig die Zukunft zu bewältigen, sagte Gemeindepräsident Félix Brunschwiler (parteilos) gestern. Als eigenständige Politische Gemeinde sei das Potenzial zur weiteren Reduktion des Steuerfusses sogar wesentlich höher. Sichtlich enttäuscht zeigte sich Brunschwiler über die Höhe des vom Kanton in Aussicht gestellten Förderbeitrages, der mit 10,5 Millionen unter den Erwartungen geblieben ist.

Der Gemeinderat Uznach hingegen empfiehlt, ein Ja zur Fusion in die Urne zu legen. «Wir sind klar der Meinung, dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist, um eine gemeinsame Zukunft zu gestalten», sagte der Uzner Gemeindepräsident Erwin Camenisch (SP).

Zentrum am Obersee

Die Behörden müssten die Risiken ernst nehmen, die ein Zusammengehen beinhalte, aber auch die Chance nutzen. Camenisch betonte vor allem das Potenzial einer gemeinsamen Zukunft: «Als vereinigte Gemeinde können wir ein starkes Zentrum am Obersee bilden.»

Wird es angesichts der ablehnenden Haltung des Schmerkner Gemeinderates nun eng für die Fusion? Klar ist, dass am 20. September eine Mehrheit in beiden Gemeinden dem Vereinigungs­beschluss zustimmen muss. «Der Bürgerschaft steht es natürlich frei, zu einer anderen Einschätzung zu kommen als der Gemeinderat», räumte Félix Brunschwiler ein. «Wir sind selber gespannt, wie die Bürger entscheiden werden.» (zsz.ch)

Erstellt: 13.08.2015, 09:19 Uhr

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