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Kurzschluss legte Bahnhof Rapperswil lahm

Die SBB kämpften am Freitag mit Problemen am Knotenpunkt Rapperswil. Mittlerweile wurde die Störung behoben.

Die Pendler sind in Rapperswil gestrandet und warten auf Ersatzbusse.
Die Pendler sind in Rapperswil gestrandet und warten auf Ersatzbusse.
zvg

Ein Papierzettel hinter der Frontscheibe deutete es den Pendlern an. Dieses Postauto fährt nach «Schmerken». Als am Freitagmorgen der Ersatzbus für Pendler in Richtung St. Gallen endlich vorfuhr, war es allerdings schon zu spät. Die Störung am Bahnhof Rapperswil war kurz zuvor behoben worden. Es ist eines von hunderten Pendlererlebnissen, die gestrandete Passagiere nach der Störung am Bahnhof erzählen konnten.

Ein Güterzug hatte am Freitag um 6.20 Uhr einen Kurzschluss an einem elektrischen Schalter im Bahnhof Rapperswil ausgelöst. Die genaue Ursache wird der SBB noch abgeklärt. Die Züge wendeten deshalb in Schmerikon, Pfäffikon SZ, Feldbach und Rüti. Nach rund einer Stunde war der Bahnhof Rapperswil wieder eingeschränkt befahrbar. Um 7.50 Uhr konnte die Störung ganz behoben werden.

Ersatzbusse waren rasch im Einsatz

Die Störung traf einen wichtigen Knotenpunkt des Bahnverkehrs am Zürichsee: In Rapperswil steigen täglich fast 24‘000 Reisende ein und aus. In der Hauptverkehrszeit am Morgen dürften wenige tausend Pendler von der Störung betroffen gewesen sein, schätzt man bei den SBB. «Die SBB entschuldigt sich bei den Reisenden für die entstandenen Wartezeiten und Unannehmlichkeiten», sagt Sprecher Reto Schärli.

Pendler berichten gegenüber der Zürichsee-Zeitung, Richtung Rüti seien relativ rasch Ersatzbusse bereitgestanden und hätten die Strecke regelmässig bedient. Richtung Schmerikon mussten insbesondere viele Kanti-Schüler etwas ratlos auf den Ersatzbus warten. Das Bahnunternehmen beantwortet die Frage nach den unterschiedlichen Ersatzbusen pauschal: «Die SBB hat mit zahlreichen Busunternehmen Verträge, um bei einer grösseren Störung raschmöglichst Bahnersatzbusse aufbieten zu können», meint Sprecher Reto Schärli. In der Hauptverkehrszeit – wenn die Busunternehmen selber mit vielen Fahrzeugen im Einsatz stehen – sei es jedoch nie einfach, in kurzer Zeit die nötigen Kapazitäten zur Verfügung zu stellen.

Kritik an SBB-Information

Kritisch beurteilt wurde am Freitagmorgen aber nicht nur der Einsatz der Ersatzbusse, sondern auch die mangelnde Information an den Bahnhöfen. Insbesondere am Bahnhof Rapperswil seien nur wenige Kundenlenker der SBB im Einsatz gestanden, heisst es von Pendlern. «Bei einer grösseren Störung geht so schnell wie möglich Personal vor Ort, um die Kundinnen und Kunden zu informieren», sagt Reto Schärli. «Handelt es sich – wie bei Rapperswil – nicht um einen grösseren Standort, steht nicht sofort uneingeschränkt Personal zur Verfügung.»

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