Rapperswil-Jona

Erster Schritt für die Alterswohnungen

An der ausserordentlichen Versammlung sprachen sich die Ortsbürger für einen Projektierungskredit für Alterswohnungen im Schachen aus und genehmigten dafür einen Landabtausch mit der Stadt.

Für Stadt und Ortsgemeinde ist das Alterszentrum Schachen ein Generationenprojekt.

Für Stadt und Ortsgemeinde ist das Alterszentrum Schachen ein Generationenprojekt. Bild: Visualisierung PD

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Die Ortsbürger von Rapperswil-Jona vermieden es, sich am Dienstagabend auf lange Diskussionen einzulassen. Es wurden einzig ein paar Detailfragen zum neuen Projekt gestellt, welche der Ortsverwaltungspräsident Matthias Mächler kompetent beantworten konnte.

Innerhalb einer knappen Stunde genehmigten die 94 anwesenden Stimmberechtigten die Anträge des Ortsverwaltungsrates einstimmig und ohne Enthaltungen und sprachen sich für einen Projektierungskredit über 3,15 Millionen Franken für den Bau von Alterswohnungen im Schachen aus. Gleichzeitig wurde auch dem Landabtausch mit der Stadt zugestimmt, welcher die verschiedenen Landparzellen kostenneutral neu ordnet.

Ein Projekt – zwei Bauherren

Nachdem auch die Bürgerversammlung der Stadt unlängst dem Landabtausch zugestimmt hatte, sind die ersten Hürden überwunden. Während sich die Stadt nach einem Investor umsieht, welcher das Pflegeheim dereinst finanzieren soll, möchte die Ortsgemeinde in unmittel­barer östlicher Nachbarschaft die Alterswohnungen mit Service mit eigenen Mitteln realisieren. Es wird mit Kosten von rund 36 Millionen Franken für den Bau der vier geplanten Häuser gerechnet.

Obwohl das Projekt als Gesamtes realisiert werden soll, treten Stadt und Ortsgemeinde mit getrennten Verantwortlichkeiten auf. Die Ortsgemeinde will insgesamt 80 Alterswohnungen realisieren, welche gewisse Serviceleistungen vom Pflegeheim der Stadt beziehen wird. Insbesondere beim Mahlzeitendienst, bei der Haushaltshilfe oder den Gesundheitsdienstleistungen sollen Synergien mit dem Pflegezentrum genutzt werden. Vorgesehen ist die Integration eines Basispaketes, welches einen 24-Stunden-Notfalldienst und einen Sicherheitsdienst umfasst.

Bezug in fünf Jahren

Geplant sind insgesamt 80 Alterswohnungen mit zusätzlichen Flächen für eine Wohngruppe und eine Kindertagesstätte. Je nach Marktsituation werden in einer ersten Etappe nur drei Häuser mit 60 Wohnungen realisiert. Dies ist momentan noch Gegenstand der Bedarfsabklärungen. Die unterschiedlichen Lagen oder der Ausbaustandard ermöglichen es, verschiedene Mietersegmente anzusprechen. Der Grossteil der Wohnungen richtet sich an Personen mittlerer Kaufkraft.

Eine Holzschnitzelheizung und eine Fotovoltaikanlage auf den Dächern kommen den Forderungen nach erneuerbaren Energieträgern nach. Zudem sollen die Bauten die Anforderungen Minergie (Standard 2017) einhalten. Der eigentliche Baukredit sollte 2020 den Ortsbürgern vorgelegt werden, damit ein Jahr später mit dem Bau begonnen werden kann. Der Bezug der neuen Alterswohnungen ist für 2023 geplant. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 12.09.2018, 10:45 Uhr

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