Rapperswil-Jona

Eine Stadt im Spiegel der Zeit

Der elfte «Stadtspiegel» ist erschienen – in einem überarbeiteten Layout. Schwerpunkte in der aktuellen Ausgabe bilden das Fusionsjubiläum, der Lehrplan 21 und die Sportförderung. Auch der Abgang von Hermann Mettler, ehemaliger Rektor der HSR, wird gebührend gewürdigt.

Vertieft in die Lektüre der neuen Ausgabe des «Stadtspiegels»: Martin Stöckling, Stadtpräsident in Rapperswil-Jona, Jacqueline Olivier (Redaktionsleitung) und Stadtschreiber Hansjörg Goldener (von links).

Vertieft in die Lektüre der neuen Ausgabe des «Stadtspiegels»: Martin Stöckling, Stadtpräsident in Rapperswil-Jona, Jacqueline Olivier (Redaktionsleitung) und Stadtschreiber Hansjörg Goldener (von links). Bild: Manuela Matt

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Der «Stadtspiegel» nimmt im Rückblick auf das vergangene Jahr auch schwierige Themen unter die Lupe: So finden sowohl die «Kesb-Klage» der Stadt gegen Bruno Hug und die «Obersee-Nachrichten» wie auch die Krux mit dem ungenügendem Flutlicht im Stadion Grünfeld Aufnahme im Magazin. Dessen Stadtchronik enthalte durchaus auch einen «Stachel» im Fleisch der stadträtlichen Politik, sagte Martin Stöckling (FDP) an der Pressekonferenz.

Der Stadtpräsident von Rapperswil-Jona meinte damit das Strassenprojekt für den Knoten St. Gallerstrasse/Feldlistrasse, das vor einem Jahr vom Stimmvolk bachab geschickt wurde. Mit einem Stadtfest feiert die Bevölkerung von Rapperswil-Jona im August 2017 den zehnten Geburtstag ihrer vereinigten Stadt. Hiervon berichtet der «Stadtspiegel» ausführlich. Darüber hinaus bietet das Jubiläum Gelegenheit, noch einmal auf die Jahre des Aufbruchs zurückzublicken, die 2003 durch eine Volksinitiative ausgelöst wurden. Was diese Initiative alles ins Rollen brachte, beleuchtet der erste Schwerpunkt.

Eine Sportstadt startet durch

Neue Wege schlägt die Stadt im letzten Jahr in Sachen Sport ein: Mit der Einrichtung der Fachstelle für Sport und Bewegung und der Gründung des Sportrats will man sich als Sportstadt besser positionieren. Welche Ziele verfolgt werden und was die Sportwelt davon hält – dieser Frage geht denn der «Stadtspiegel» im zweiten Schwerpunkt nach. Und kommt zum Schluss: Punkto Infrastruktur ist der Sport in Rapperswil-Jona gut gebettet.

2017 wird im Magazin als ein wichtiges Jahr für die Schulen beschrieben: So wird nach den Sommerferien der im Vorfeld vieldiskutierte Lehrplan 21 eingeführt. Was sich dadurch im Schulalltag verändert, erfahren die Leser in einem weiteren Kapitel. Auch die Digitalisierung ist Teil des neuen Lehrplans. Wie diese in Rapperswil-Jona umgesetzt wird, zeigt ein Blick hinter die elektronischen Geräte. Der Lehrplan 21 begünstigt ausserdem die immer stärkere individuelle Förderung in den Klassenzimmern. Was darunter alles zu verstehen sei, ist ebenfalls in diesem Kapitel zu lesen.

Im Zusammenhang mit Bildung steht auch das grosse Portrait: 23 Jahre lang hat Hermann Mettler an der Hochschule für Technik Rapperswil (HSR) gewirkt, mehr als die Hälfte davon als Rektor. Er hat die Schule geprägt als Institution, an der praxisbezogene Forschung ebenso grossgeschrieben wird wie zeitgemässe Studiengänge oder ein weltoffener Geist. Ende Februar 2017 ist Hermann Mettler von seinem Amt zurückgetreten und hat die HSR verlassen. Im «Stadtspiegel» erinnert er sich an schöne und schwierige Momente – und auch an solche, in denen er mit «Lausbubentrickli» seine Ziele erreichte.

Menschen und Ereignisse

Zahlreiche Begebenheiten finden im mittleren Teil des Buches Eingang in die Jahreschronik. So zum Beispiel Jubiläen von Vereinen und Institutionen. Thematisiert wird das Kapuzinerkloster, das seit 25 Jahren seine Pforten für Gäste öffnet. Überhaupt stehen in diesem «Stadtspiegel» viele Menschen im Fokus, für die 2017 ein besonderes Jahr war: So unter anderem der mit dem St. Galler Kulturpreis ausgezeichnete Jungautor Frédéric Zwicker, der Spitzenkoch Markus Burkhard vom «Jakob» und der Kultur- und Kunstwissenschaftler Peter Röllin, der nach seinem Rücktritt als Präsident der IG Halle wieder mehr Zeit für seine Projekte hat.

Altbewährtes komme im aktuellen «Stadtspiegel» in frischer Gestalt daher, sagte Jacqueline Olivier an der Pressekonferenz: Die Redaktionsleiterin wird selber porträtiert im Magazin – als «Stadtschreiberin». Sie habe schliesslich 2007 den «Stadtspiegel» mit aus der Taufe gehoben und präge ihn seit zehn Jahren stark, sagte Stadtschreiber Hansjörg Goldener. Der «Stadtspiegel» erscheint in einer Auflage von 2500 Exemplaren und wirft Kosten in der Höhe von 80 000 Franken auf.

Der «Stadtspiegel» kann im Stadthaus und bei der Tourist-Information gratis bezogen werden. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 12.03.2018, 17:26 Uhr

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