Zum Hauptinhalt springen

Eine Lösung für den Flaschenhals Uznach

Eine Umfahrung des Städtli Uznach bringe der ganzen Region etwas, davon sind Vertreter von Kanton wie Region überzeugt. Die Bevölkerung sorgt sich indes um die Zubetonierung des Kulturlandes.

Rund 19 000 Fahrzeuge rollen täglich durch die Uzner Altstadt. Mit der Umfahrung Gasterstrasse soll dies ein Ende haben.
Rund 19 000 Fahrzeuge rollen täglich durch die Uzner Altstadt. Mit der Umfahrung Gasterstrasse soll dies ein Ende haben.
Archiv ZSZ

Uznach träumt von einem attraktiven Ortszentrum, einem Treffpunkt für Jung und Alt. Dafür muss und soll der Durchgangsverkehr aus dem historischen Städtli verbannt werden. Möglich werden soll dies dank einer regionalen Umfahrungsstrasse, deren Linienführung Vertreter von Kanton und Region sowie Fachpersonen aus den Bereichen Verkehr und Städteplanung am Mittwochabend der interessierten Öffentlichkeit präsentierten.

So soll die geplante Gasterstrasse im Westen an einen Zubringer aus dem Schmerkner Industriegebiet anschliessen und entlang des Kaltbrunner Riets an den Uzner Siedlungsrand führen. Zur Unterquerung der Eisenbahnlinie, des Steinenbachs sowie des Rotfarbkanals ist ein Tunnel vorgesehen. Im Gemeindegebiet von Gommiswald wird die geplante Gasterstrasse dann enden, beziehungsweise in die Rickenstrasse einmünden.

Definitiv ist diese Linienführung noch nicht, wie der St. Galler Kantonsingenieur Marcel John am Mittwochabend den gut 200 Anwesenden in der Aula des Oberstufenzentrums Uznach erklärte. «Wir befinden uns noch immer in der Projektierungsphase. Es kann gut und gerne sein, dass sich der eine oder andere Abschnitt der geplanten Umfahrung noch verschiebt.» Der Kanton mache sich an die Erarbeitung des Vorprojektes.

«Die Umfahrung ist eine super Lösung»

In den vergangenen Jahren sei viel Knochenarbeit geleistet worden für das Projekt Umfahrungsstrasse, betonte daraufhin Josef Blöchlinger, Vizepräsident der Region Zürichsee-Linth und Gemeindepräsident von Eschenbach. «Ich bin überzeugt, dass die Umfahrung, so wie wir sie heute präsentieren können, eine super Lösung für die ganze Region ist.»

Wie dringend es eine Lösung für das als Flaschenhals bezeichnete Städtli von Uznach braucht, zeigte Patrick Ackermann vom Ingenieurbüro EWP AG Effretikon auf. «Durchschnittlich fahren pro Tag 15 000 Fahrzeuge durchs Uzner Städtli.» Das Ziel der regionalen Umfahrungsstrasse sei es, diese Zahl im Minimum zu reduzieren, erklärte Ackermann. Damit schaffe man auch eine Chance für die Aufwertung der historischen Altstadt (siehe Kasten).

Markus Schwizer, seines Zeichens Präsident der Region Zürichsee-Linth und Gemeindepräsident von Kaltbrunn, betonte in seinem abschliessenden Fazit, dass eine Umfahrungsstrasse längst nicht nur für die Gemeinde Uznach Vorteile bringe. Von Staus sei schliesslich nicht nur der Privat-, sondern auch der ­öffentliche Verkehr betroffen. «Wenn Busse die Anschlüsse nicht gewährleisten können, dann steigen noch mehr Menschen aufs Auto um.» Mit der Realisierung der Stadtbahn Obersee werde es zwar mehrZugverbindungen geben, das bedeute aber auch, dass die Bahnschranke in Uznach öfters geschlossen sei. «Es braucht also diese Umfahrung, in deren Vordergrund nicht der Zeitgewinn, sondern die Berechenbarkeit der Reisezeit steht.»

In einer an die Infoveranstaltung angeschlossenen offenen Fragerunde zeigten sich die meisten der Anwesenden durchaus angetan von der Idee einer Umfahrungsstrasse. Zu denken gab einigen aber, dass für die geplante Gasterstrasse Kulturland zubetoniert werde. Auch die Frage nach der Entschädigung der Landeigentümer kam zur Sprache. Kantonsingenieur Marcel John machte jedoch klar, dass das Projekt noch nicht in dem Stadium sei, dass man sich mit derlei Aspekten ausführlich habe beschäftigen können. Auch zu Kosten und Umsetzungsdauer des Projekts mochte sich John noch nicht festlegen. Die 100-Millionen-Grenze dürfte das Projekt aber sicherlich übersteigen.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch