Rapperswil-Jona

Eine «Gletscherspalte» für das Schloss Rapperswil

Zürcher Architekten gewinnen den Wettbewerb für die Modernisierung des Schloss Rapperswil. Das Projekt besticht durch die inneren Werte – äusserlich nehmen sich die Architekten bei der Gestaltung vornehm zurück.

Architekt Markus Lüscher zeigt die Pläne an einer Pressekonferenz zum Projekt Umbau und Neuinszenierung Schloss Rapperswil.

Architekt Markus Lüscher zeigt die Pläne an einer Pressekonferenz zum Projekt Umbau und Neuinszenierung Schloss Rapperswil. Bild: Moritz Hager

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Endlich hat die Vision für das Schloss Rapperswil ein Gesicht erhalten. Am Mittwoch haben Stadt und Ortsgemeinde die Sieger des Architekturwettbewerbs für die Schlosserneuerung bekannt gegeben. Die beiden Zürcher Architekturbüros «Park» und «Raumfalter» machten mit ihrem gemeinsamen Projekt «crepaccio e mulini», zu deutsch «Gletscherspalte und Gletschermühle» das Rennen.

Die zwei Büros hätten mit dem Gesamtkonzept überzeugt: «Das Projekt kommt nicht mit einem Knalleffekt daher», meinte Ortsgemeindepräsident Matthias Mächler an der Medienkonferenz. Viel eher offenbare «crepaccio e mulini» bei tieferer Beschäftigung das grosse Potenzial. Mächler spricht damit darauf an, dass anders als etwa bei der modernen Fassade des Stadtmuseums, das Projekt keine äusserlich auffällige Kontrastpunkte zu den alten Schlossmauern setzt.

Ein neuer Lichtschacht

«Wir haben aus dem Projekt gespürt, dass man mit uns als Bauherren in einen Dialog treten will.» Das sei in diesem Fall ein besonderer Vorteil, weil man kein fertiges Projekt gesucht habe, erkläte Mächler. «Es ging beim Architekturwettbewerb um die Suche nach einer Partnerschaft, in der man gemeinsame Lösungen erarbeiten kann.» Viele Eckpunkte des umgebauten Schlosses sind aber dennoch nun definiert. Highlight wird unter anderem ein Lichtschacht vom Dach bis in den Eingangsbereich sein, den die Architekten kreativ als «Gletscherspalte» bezeichnen.

Für die Umsetzung der Schloss-Vision rechnen Stadt und Ortsgemeinde mit Kosten von rund 16 Millionen Franken. Als nächstes wird ein Vorprojekt ausgearbeitet. Dafür ist rund ein halbes Jahr veranschlagt. Voraussichtlich 2019 soll bei der Stimmbevölkerung der Projektierungskredit eingeholt werden. Für die Projektierung wird mit einem weiteren Jahr gerechnet. Läuft alles nach Plan, dürfte die Eröffnung des modernisierten Wahrzeichens von Rapperswil 2022/2023 erfolgen. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 05.09.2018, 15:50 Uhr

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