Rapperswil-Jona

Ein zweiter Holzsteg für Rapperswil

Die Konzession für den Betrieb des Jachthafens im Lido ist bereits vor fünf Jahren abgelaufen. Nun wird die Hafenanlage saniert. Ein Kredit für Renaturierung und den Bau eines Holzstegs kommt noch in diesem Jahr vor die Bürgerversammlung. Er beinhaltet auch die Verlegung der Liegewiese.

Die bestehende Liegewiese beim Hafen im Lido soll renaturiert werden. Eine neue Liegwiese soll der Bevölkerung im Bereich der jetzigen Trockenplätze zur Verfügung gestellt werden.

Die bestehende Liegewiese beim Hafen im Lido soll renaturiert werden. Eine neue Liegwiese soll der Bevölkerung im Bereich der jetzigen Trockenplätze zur Verfügung gestellt werden. Bild: Sabine Rock

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Der Hafen im Lido ist vollends baufällig, die Mauern drohen vom Wasser unterspült zu werden, die Bootsrampe muss dringend erneuert werden. Hinzu kommt, dass die Konzession für den Betrieb des Jachthafens schon 2012 abgelaufen ist, wie die «Südostschweiz» berichtet.

Eine neue Konzession erteilt der Kanton St. Gallen aber nur, wenn in der Nähe Ausgleichsflächen geschaffen werden. Nun nimmt die Stadt die Sanierung an die Hand.

Mehr Raum für die Natur

Noch in diesem Jahr soll ein Kredit in der Höhe von einer Million Franken vor die Bürgerversammlung kommen. Mit diesem Betrag werden Renaturierungsmassnahmen umgesetzt. Die Schilfzone soll östlich des bestehenden Flachmoors erweitert werden – nach Rückbau der Ufermauern. Natur- und Vogelfreunde sollen auf ihre Kosten kommen: Vom Strandweg wird ein Steg gebaut – im Stil des Holzstegs nach Hurden – der in Richtung Flachmoor verläuft. In der Mitte des Holzstegs ist eine Vogelbeobachtungs-Plattform geplant.

Aus der bisherigen Liegewiese mit Seezugang wird eine Feuchtwiese, auf der dereinst Röhricht und andere typische Uferpflanzen gedeihen sollen. «Die bestehende Liegewiese wird verschoben und kommt zukünftig in den Bereich, wo jetzt die Trockenplätze sind», erläutert Thomas Furrer. Der Bauchef der Stadt Rapperswil-Jona (parteilos) rechnet damit, dass die neue Liegewiese mit Seezugang rund um einen Drittel kleiner ausfallen wird als die bis anhin bestehende Wiese.

Hafenmole wird verlängert

An der Budget-Versammlung am Ende dieses Jahres wird zudem für die Sanierung des Hafens im Lido ein Betrag in der Höhe von rund 4,5 Millionen Franken den Bürgerinnen und Bürgern unterbreitet. Neben einer neuen Rampe soll im westlichen Teil der Hafenanlage in Rapperswil eine doppelseitige Anlegemöglichkeit gebaut werden. Im östlichen Teil des Anlage soll die Hafenmole weiter in den See hinaus reichen.

Nach Auskunft von Thomas Furrer ist das Ziel, auch in Zukunft 109 Bootsplätze anzubieten. Allerdings sollen diese neu alle beim Lido-Hafen konzentriert werden. Nebenanliegende Bootspläne sollen nach den Plänen der Stadt aufgehoben werden. Noch offen ist, wohin die Trockenplätze verlegt werden sollen, die der neuen Liegewiese weichen müssen.

Nach Möglichkeit sollen die Bootsbesitzer selber nach einer Alternative Ausschau halten, konstatiert der Bauchef: Allenfalls könnte die Stadt ihnen auch einen Stellplatz auf dem Ara-Parkplatz an der Oberseestrasse anbieten.

Weitere Konzession läuft aus

Thomas Furrer rechnet damit, dass die Sanierungsarbeiten bereits im kommenden Jahr starten sollen und 2019 abgeschlossen werden. Gleichsam Handlungsbedarf besteht bei der Hafenanlage bei der Hochschule für Technik Rapperswil (HSR). «Allerdings nicht darum, weil die Anlage marode wäre, sondern vielmehr, weil im kommenden Jahr die Konzession abläuft.» Noch offen ist allerdings, ob die Stadt beim HSR-Hafen ökologische Ausgleichsflächen schaffen muss. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 11.08.2017, 08:13 Uhr

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